Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Lernfeste: neue Allianzen zwischen
Bildung und „lernender Region“

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Lernfeste helfen mit attraktiven Weiterbildungspräsentationen Aufmerksamkeit unter der Bevölkerung wie auch unter den Medien zu wecken. Das kulturelle und kreative Potenzial der Menschen einer Region wird dabei transparent und nutzbar gemacht.

Lernen wird zum Fest

Neben den zahlreichen Flussfesten bieten gerade Lernfeste zahlreiche Chancen in LA21-Prozessen, bei der Fluss-Leitbilderstellung und Bürgerbeteiligung bei der Umsetzung der Wasser-Rahmenrichtlinie.

Ziel eines Lernfestes ist es, über attraktive Weiterbildungspräsentationen für mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu sorgen, das Interesse der Medien zu wecken und insbesondere denjenigen, die der Weiterbildung noch skeptisch gegenüberstehen, leichter einen Einstieg in das Lernen zu ermöglichen. Allerdings: Ohne das hohe und beständige Engagement der AkteurInnen vor Ort wäre die Lernfestidee nicht umsetzbar.

Die lokale Verankerung sorgt dafür, dass die regionalen Potenziale und Besonderheiten des Lernens berücksichtigt werden. Durch das Lernfest werden neue inhaltliche Ideen angeregt und neue Formen der Zusammenarbeit können/sollen erprobt werden. Kooperation und Vernetzung sind wesentliche Gelingensfaktoren.

Lernfeste zeigen: Weiterbildungseinrichtungen können untereinander – ungeachtet von trägerspezifischen Interessen – zielorientiert kooperieren. Zusammengearbeitet wird aber nicht nur innerhalb und zwischen Bildungseinrichtungen, sondern auch mit Institutionen außerhalb, mit Betrieben, Verbänden, Initiativen und vielen anderen Einrichtungen.

Der beim Lernfest praktizierte Erfahrungsaustausch und wechselseitige Wissenstransfer kommt der Qualität der künftigen Weiterbildungsangebote zugute und erhöhten damit die Attraktivität des Angebots.

Die lernende Region: neue Perspektiven

Lernfeste können auch dazu beitragen, den Blick für die Belange der eigenen Stadt bzw. der Region insgesamt zu weiten. Deren Strukturen mit ihren wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Konstellationen werden als Bezugspunkt für Weiterbildungseinrichtungen immer wichtiger. Es geht darum, das kulturelle Kapital einer Region und die schöpferische Phantasie ihrer Menschen per Bildungsangebot transparent und nutzbar zu machen.

Die Idee, das Lernfest mit dem Strukturkonzept der lernenden Region zu verbinden, ist pädagogisch aussichtsreich und bildungspolitisch interessant. Weiterbildungseinrichtungen übernehmen in der „lernenden Region“ eine zusätzliche Aufgabe. Sie aktivieren Menschen, Wirtschaftsbetriebe, soziale Initiativen, Politik u.s.w. für das gemeinsame Ziel der umfassenden Entwicklung einer Region.

Der Beitrag würde gekürzt entnommen aus: Heinz H. Meyer, in: nbeb-MAGAZIN 2/2000; S.13/14. Und ist in voller Länge unter  www.nbeb.de zu finden.

Näheres zur Partizipation im Rahmen der EU-Wasserahmenrichtlinie lesen Sie unter:  Partizipation am Prüfstand: Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-14

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