Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Trinkwasserversorgung in Österreich

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In Österreich wird der Wasserbedarf
  • zu 50% aus Quellwasser
  • zu 49% von Grundwasser
  • zu 1% durch Oberflächenwasser

gedeckt. Andere europäische Länder, z.B. Frankreich, Großbritannien oder Deutschland decken ihren Bedarf zu 80% aus Oberflächenwasser.

Quellwasser

Quellwasser ist Grundwasser, das in Quellen zu Tage tritt. Seine Qualität ist abhängig vom Gestein und der Nutzung und Vegetation des Umfeldes. Durch starke Niederschläge oder auch Schneeschmelze kann das Quellwasser durch Oberflächenwasser beeinträchtigt werden. Die Ausweisung von Quellschutzgebieten verhindert die Verunreinigungen des Wassers durch menschliche Tätigkeiten.
 

Grundwasser

Grundwasser bildet sich aus Niederschlägen, die in den Boden eindringen. Bei jedem See, Bach oder Fluss sickert Wasser in den Boden und bildet einen Grundwasserkörper. Wasser wird beim Versickern im Boden gefiltert. Ist dieser jedoch z.B. durch Schwermetalle oder Pestizide belastet, so können diese gelöst werden und das Grundwasser verunreinigen.
 

Oberflächenwasser

Unter Oberflächenwasser wird Wasser aus Bächen und Flüssen, Teichen und Seen verstanden. 87% der österreichischen Bevölkerung werden von einer der ca. 6.000 zentralen Wasserversorgungsanlagen mit Trinkwasser versorgt. 13% der Bevölkerung decken ihren Bedarf über Hausbrunnen, kleine Wassergenossenschaften und eigene Quellen.

Ständige Untersuchungen des Wassers durch die Bundesanstalten für Lebensmitteluntersuchung, die Lebensmitteluntersuchungsanstalten der Länder und Gemeinden garantieren, dass Grenzwerte eingehalten werden und das Trinkwasser einwandfrei ist.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-14

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