Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Die IST-Analyse – die erste Kontaktaufnahme mit Außen

Bei der Erstellung einer Ist-Analyse ist es besonders wichtig schon von Beginn an die Kinder zu beteiligen. Das bedeutet auch, ihr Verhalten ihre Phantasien, Hoffnungen und Wünsche ernst zu nehmen und ihnen den entsprechenden Raum zu gewähren.
 

Was im Vorfeld zu klären wäre ...

Bevor die „zukünftigen PlanerInnen“ (SchülerInnen, Elterngruppen etc.) Ideen und Veränderungswünsche sammeln, sollten sie darauf aufmerksam gemacht werden, dass:
  • der Schulhof kein „Spielplatz von der Stange“ werden soll (also nicht einfach nur ein oder mehrere Spielgeräte einer Firma aufgestellt werden), sondern ein Aufenthalts- und Erlebnisraum für Pausen und Unterricht,
  • sie ihren „Lebens- und Arbeits-Raum“ gestalten,
  • ihre Fantasie gefordert ist - nämlich „ Wie wollen wir unsere Pause erleben?“ oder „Was möchten wir in der Pause tun?“,
  • sie nicht nur an der Ideensammlung und Planung beteiligt sind, sondern auch ihre Mitarbeit an der Umsetzung, beim Bauen, bei der handwerklichen Gestaltung ganz wichtig ist; desgleichen die Hilfe ihrer Eltern (z.B. Eltern, die handwerkliche Berufe ausüben und ihre Fachkenntnis einbringen),
  • alle Ideen und Wünsche auch einen finanziellen Aspekt beinhalten (Kostenbewusstsein)Wichtig ist, die Kinder so einzubinden, dass sie sich in ihrer Arbeit von den LehrerInnen, DirektorInnen, aber auch von engagierten Eltern begleitet und unterstützt fühlen und sie in der Lage sind, stressfrei und lustvoll ihre Ideen umzusetzen.

 

Bildung einer oder mehrerer Planungsgruppen

Zur Bestandsaufnahme und zum Erfassen der Veränderungswünsche sind sowohl die Kinder wie auch die Erwachsenen aufgerufen. Beide können jeweils eine Planungsgruppe bilden und Vorschläge einbringen. Eingeteilt in Gruppen oder Klassen, begleitet von Lehrpersonen, beginnt für die SchülerInnen die Bestandsaufnahme im Außenberreich der Schule.
 

Analyse des vorhandenen Raumes

Schulkinder erkunden den bestehenden Garten oder Hof. Die Kinder gehen durch den Garten und stellen fest, welche Bereiche wie genutzt werden, was ihre Zustimmung oder Kritik findet, was verbessert werden könnte etc.

Besonders im Schulberreich können hier fächerübergreifende Untersuchungen bzw. Erhebungen durchgeführt werden. Einige können auch erst später als Grundlage für die konkrete Planung erfolgen.

Keinesfalls sollte eine zu große Flut an einzuhaltenden Vorbedingungen die Phantasie der Kinder beschneiden. Die im ersten Stadium der Planung formulierten Wünsche dürfen ruhig utopischen, irealen Charakter haben.
 

Fragen für Erhebungen

Mögliche Fragen, die für eine Analyse wichtig sind, können sein:
  • Wo und wie wird der Garten derzeit benutzt?
  • Vermessen des Gartens und einzeichnen der Bäume, Sträucher, Wege etc.
  • Ausheben von Bau- und Bestandesplänen
  • Baum- und Straucharten bestimmen
  • Gibt es Spuren von Tieren?
  • Ökologische Bedingungen (Sonnenlauf, Lärm, Licht ...)
  • Fotodokumentationen, Videos


Eine interessante und detaillierte Checkliste im Sinne der Nachhaltigkeit zu allen schulrelevanten Themen finden Sie in den beiden Broschüren Umweltschutz in Schulen I und II. Gegen einen kleinen Beitrag können die Unterlagen über  umweltschulen.de bezogen werden.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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