Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Themen und Akteure einer Lokalen Agenda 21

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Das Spannende an der Lokalen Agenda 21 ist, dass sich BürgerInnen an politischen Entscheidungen über klassische aber auch ganz neue Themen auf kommunaler Ebene beteiligen können.

Prozesse der Lokalen Agenda 21 beschäftigen sich mit bekannten Themen wie Raumentwicklung, Bauen und Wohnen, Energie, Mobilität oder Jugendarbeitslosigkeit - andererseits aber finden sich auch neue Felder wie Globales Lernen, Lebensstil oder Kommunikation.
Es geht nicht darum, möglichst viele Themen der nachhaltigen Entwicklung 'abzuhaken'. Denn diese sind vielfältig - DIE Themen der nachhaltigen Entwicklung gibt es nicht. Vielmehr geht es darum, gewisse Themen nach den Zielen und Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung zu behandeln. So bietet eine Lokale Agenda 21 den Gemeinden die Chance, ihre eigenen Strategien und Themen, welche zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, zu entwickeln.

Weitere Informationen dazu gibt es im Teil II des Handbuchs "Nachhaltige Entwicklung - gemeinsam unsere Lebensqualität verbessern. Handbuch Teil 1-3" (zu beziehen über das FORUM Umweltbildung)

Beteiligung ist das Motto!

Die Auswahl der Themen und deren Abwicklung soll denn auch nicht 'von oben' getroffen werden – von RegierungschefInnen, BürgermeisterInnen oder lokalen PolitikerInnen. Sondern die Agenda 21 fordert zur Einbindung verschiedener Bevölkerungsgruppen und der kommunalen Verwaltung (Kapitel 25 bis 30) auf. Sie sollen gemeinsam eine Lokale Agenda 21 erstellen und die für sie passenden Themen bestimmen, die den Weg zu einer zukunftsfähigen Gemeinde ermöglichen. So ist es von essentieller Bedeutung, einen Konsens über Leitbilder und Ziele der Lokalen Agenda 21 zu erreichen.

Die Initiativen für eine Lokale Agenda 21 gehen von sehr verschiedenen Akteuren aus. In einigen Gemeinden sind es die Kommunalverwaltungen, in anderen sind es Umweltgruppen. Die Erfahrung aus vielen Gemeinden zeigt, dass LA21-Prozesse nur dann gut laufen, wenn Verwaltung und gut organisierte BürgerInnenbündnisse eng zusammenarbeiten und diese von einer Vielzahl an Akteuren getragen werden.

Akteure eines LA21-Prozesses – Jugendliche und Schulen sind gefragt

Schulen sowie allgemein Jugendliche und Kinder gehören in Nachhaltigkeitsprozessen zu den wichtigsten Akteursgruppen. Denn: Sie sind die Erwachsenen und die Entscheidungsträger von morgen, und die Schulen spielen einen wichtigen Teil in der Vorbereitung auf diese Rolle.

Die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen und damit von Schulen bei der Entwicklung zukunftsfähiger Modelle wird auch in der Agenda 21 ausdrücklich gefordert. Die Fundamente für eine solche Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen werden im  Kapitel 25 'Kinder und Jugendliche und nachhaltige Entwicklung' gelegt.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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