Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Die Ist-Analyse – der Weg zur nachhaltigen Mobilität

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Bei der Erstellung einer Ist-Analyse sollte man sich vor allem auf die Verkehrsmittelauswahl der Befragten und deren Begründung konzentrieren, aber auch die Wegstreckenverteilung muss Berücksichtigung finden.

Das Mobilitätsverhalten variiert mit dem Standort der Schule. Die Begründungen für die Verkehrsmittelwahl sind zumeist sehr ähnlich: Für das Auto sprechen laut Angabe der Befragten Zeitvorteil, Bequemlichkeit und Unabhängigkeit; für den öffentlichen Verkehr Kostenaspekte und der Wegfall der Stellplatzsuche.

Werden die Daten der  Ist-Zustands-Erhebung analysiert, so interessiert vor allem, wie die Befragten die Kosten der einzelnen Verkehrsmittel einschätzen. Zumeist werden die Kosten der Autonutzung durch die „Autofahrer“ zu niedrig, die der öffentlichen Verkehrsmittel hingegen zu hoch eingeschätzt. Die Transparentmachung der wahren Kosten ist ein wichtiges Argument für eine Veränderung des persönlichen Mobilitätsverhaltens.
 

Methoden der Datenanalyse

 
Steckkarte
Die Wohnorte werden durch farbige Stecknadeln auf einer Landkarte gekennzeichnet. So können rasch jene Personengruppen erkannt werden, die ähnliche Anreisevoraussetzungen haben. Auf Basis dieser Karte können gemeinsame Schulwege von SchülerInnen oder begleitete Radfahrten zur Schule organisiert werden. Für Lehrende können Fahrgemeinschaften gebildet werden.
 
Angebots- und Problemkarte der Umgebung
In eine Karte der Schulumgebung werden alle bestehenden Verkehrsverbindungen, Haltestellen sowie Unsicherheitspunkte beim Rad fahren und Gehen eingetragen. So werden rasch bestehende Probleme (unsichere Kreuzungen oder Umwege auf dem Weg zur Schule) erkannt.

Angebots- und Problemkarte der Umgebung
In eine Karte der Schulumgebung werden alle bestehenden Verkehrsverbindungen, Haltestellen sowie Unsicherheitspunkte beim Rad fahren und Gehen eingetragen. So werden rasch bestehende Probleme (unsichere Kreuzungen oder Umwege auf dem Weg zur Schule) erkannt.
 
Analyse der Stellplatzsituation
Wer nützt die Stellplätze? Bekommen Personen, die auf das Auto angewiesen sind und Fahrgemeinschaften sicher einen Stellplatz oder werden die Stellplätze durch Fahrzeuge von Personen besetzt, die auch zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen können? Diese Fragen sind wichtig, wenn der Parkraum knapp ist und ein Parkraummanagement eingeführt werden soll.Die Ist-Analyse ist ein Schritt zum  zukunftsfähigen Mobilitätskonzept. Lesen Sie, welche Schritte noch gesetzt werden können.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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