Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Mit Projektunterricht zum Mobilitätskonzept für die Schule

Fächerübergreifender Unterricht oder Projektunterricht bietet SchülerInnen die Möglichkeit, ein komplexes Thema - wie die schulbezogene Mobilität - unter verschiedenen Aspekten zu erarbeiten.

Unter Zuhilfenahme geeigneter Materialien und Medien und mit Unterstützung außerschulischer Stellen ist es den Lehrenden möglich, den Aufbau von Mobilitätskompetenz in ihren Fachunterricht zu integrieren. Es ist empfehlenswert, den Mobilitätsunterricht mit Mobilitätsprojekten bzw. einem Mobilitätskonzept für die Schule zu koppeln. SchülerInnen, Lehrende und sonstige Bedienstete arbeiten gemeinsam mit externen Fachleuten an der Verbesserung der Mobilitätssituation.

Mobilitätsunterricht und Mobilitätskonzepte werden seitens der Schulverwaltung und der Gebietskörperschaften, die für die Erhaltung der Schule verantwortlich sind, insbesondere dann als wichtig eingeschätzt, wenn auch ökonomische Faktoren berücksichtigt werden. Den Beteiligten muss vermittelt werden, dass alle Gruppen Vorteile daraus ziehen.

Mobilitätsprojekte stellen einen kommunikativen und partizipativen Prozess dar und wirken insbesondere durch Information und Überzeugung der Beteiligten. Zwischenergebnisse werden mit den Betroffenen diskutiert, bis ein Endergebnis vorliegt. Passen die Ergebnisse mit dem Konzept noch zusammen - wo sind Anpassungen sinnvoll? Wenn Varianten wieder verworfen werden, so war dies notwendig, um gemeinsam eine für die Mehrheit der Betroffenen akzeptable und durch sie getragene Lösung zu finden. Dieser Prozess kann die Grundlage für ein Mobilitätskonzept an Schulen sein.

Die Entwicklung eines schulischen Mobilitätskonzeptes ist übrigens ein klassisches Beispiel für eine Zukunftswerkstatt.
 

Oft reichen Kleinigkeiten um etwas zu verbessern

Nicht immer ist ein Mobilitätskonzept in vollem Umfang notwendig. Bei einer kleinen Volksschule kann es beispielsweise ausreichend sein, wenn sich die Eltern zusammensetzen und besprechen, wie ihre Kinder gemeinsam zur Schule gehen können. Wenn viele Kinder mit dem Rad fahren, kann etwa ein Anruf beim Bürgermeister genügen, um zusätzliche Radständer zu erichten. Die Sicherung von gefährlichen Kreuzungen in der Umgebung kann dazu beitragen, dass Eltern ihren Kindern den Fußweg zu Schule zutrauen. Oder die Elternvertretung erreicht bei der Schulleitung einen zusätzlichen Zugang zur Schule, wenn es beispielsweise wegen geschlossener Hintereingänge zu langen Umwegen kommt.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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