Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Die Globale Ausgangssituation

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2. G8 Gleneagles 2005
3. EU-Grünbuch

Aufgrund der immer häufiger auftretenden Problematik am Energiesektor werden politische Handlungen immer dringlicher. Neben lokalen wird es in erster Linie auch globale Strategien benötigen um gravierende Energieengpässe zu vermeiden.

Ist die Energieversorgung zukünftig gefährdet?

Der globale Energiebedarf ist stark im Steigen begriffen, was unter anderem auf die schnell wachsenden Wirtschaften in Indien und China zurückzuführen ist. Damit in Zusammenhang steht ein drastischer Anstieg der Energiepreise, vor allem von Öl und Gas, was Konsequenzen für die Haushalte, Kommunen und die Wirtschaft hat.
Die starke Abhängigkeit vieler Länder von Energieimporten und die teilweise geringe politische und wirtschaftliche Stabilität in den Ländern, die fossile Brennstoffe exportieren, gefährdet die Versorgungssicherheit. Auch in der Stromversorgung zeigen sich Destabilisierungseffekte. Durch die Liberalisierung der Stromversorgung und die damit verbundenen Investitionsrückgänge kommt es nämlich häufiger zu Stromnetzproblemen bis hin zu Netzzusammenbrüchen. Die gesamten Investitionen im weltweiten Energiesektor bis 2030 beziffert die internationale Energieagentur (IEA) mit 12.600 Mrd. Euro.

Energie und Klimaschutz - ein dringliches Thema

Auch in der Versicherungswirtschaft zeichnen sich Schadensfälle, die durch die zunehmende Konzentration von anthropogenen Treibhausgasen in der Atmosphäre und den damit verbundenen Klimawandel verursacht werden, immer deutlicher ab. In Bezug auf das globale Finanzsystem gewinnen internationale Verpflichtungen der Klimapolitik und der Emissionshandel an Bedeutung.

Bei hochrangigen internationalen Treffen werden die Themen Energie und Klimaschutz immer wichtiger. So verabschiedeten beispielsweise die G8-Staaten in Gleneagles (2005) einen Aktionsplan zur Steigerung der Energieeffizienz und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien in den G8-Staaten sowie in großen Schwellen- und Entwicklungsländern.

Auf europäischer Ebene entwickelte die europäische Kommission eine neue europäische „Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie“ (Grünbuch). Beim EU-Frühjahrsgipfel (2006) erklärten die Regierungschefs die Energiefrage zur Priorität und empfahlen eine deutliche Steigerung der nationalen und europäischen Energieforschungsausgaben.

Quelle:

 1. Internationale Energieagentur

2. G8 Gleneagles 2005

3. EU-Grünbuch
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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