Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Crash-Programm zur Energiesicherung

Da abzusehen ist, dass die Erdölquellen bei gleich bleibendem bzw. steigendem Energieverbrauch schon sehr bald versiegen werden, ist es immer von Vorteil einen „Plan B“ in der Tasche zu haben.

Wie gezielte und rechtzeitig angesetzte Gegenmaßnahmen Energieengpässe vermeiden könnten, zeigt folgende Studie:

Unter der Leitung des Wissenschaftlers Robert Hirsch wurde 2005 für das US-Energieministerium ein Bericht erstellt, der sich mit der Wahrscheinlichkeit des so genannten  Peak Oil befasst. Er betont die Notwendigkeit Maßnahmen gegen die weltweit als risikoreich und dramatisch eingestuften Folgen der Ereichung des Ölfördermaximums zu ergreifen. Im Bericht heißt es etwa, dass je näher das Fördermaximum rückt, der Anstieg und die Sprunghaftigkeit der Treibstoffpreise dramatisch zunehmen werden. Bleiben rechtzeitige Gegenmaßnahmen aus, dann führt dies zu unvorhersehbaren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Kosten. Sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Versorgungsseite gäbe es gangbare Alternativen, doch diese müssen laut Hirsch et al. um Wirkung zu erzielen mehr als ein Jahrzehnt vor der Förderspitze in Kraft gesetzt sein.

Zum Zeitpunkt der Implementierung von Gegenmaßnahmen haben Hirsch et al. drei Szenarien entwickelt:

  • Wird ein Crash-Programm erst bei Ereichen der Förderspitze gestartet, wird dies der Welt über mehr als zwei Jahrzehnte massive Probleme mit der Treibstoffversorgung bescheren.
  • Setzt das Maßnahmenpaket zehn Jahre vor der Förderspitze ein, verkleinert sich die Versorgungslücke mit Treibstoff auf zehn Jahre.
  • Erst ein Crash-Programm, das seine Wirkung zwanzig Jahre vor Ereichen der Förderspitze entfaltet, würde die Möglichkeit eröffnen, Treibstoffengpässe zu vermeiden.

Quelle:

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Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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