Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Ölförderung: Erdöl - kein Fass ohne Boden

Pechelbronn im Elsaß war 1498 die erste europäische Erdölquelle. Seit dem wurden viele Erdölquellen entdeckt und gefördert. Die meisten Reserven wurden in den 1960er Jahren erschlossen und nehmen seither kontinuierlich ab.

Erdöl ist als  fossiler Energieträger kein unerschöpflicher Rohstoff und Energielieferant. Da Erdöl in nahezu allen industriellen Gütern entweder direkt als Rohstoff oder indirekt als Energie enthalten ist, wird das sich ankündigende  Ölfördermaximum zunehmend politisch thematisiert. Sowohl die Internationale Energieagentur (IEA) als auch das US-Energieministerium behandeln in aktuellen Studien (2005) das Problem des Fördermaximums. Ein Ausweg ist, dass sich die Nachfrage durch den Einsatz eventueller Alternativen bzw. durch wirtschaftliche Rezession veringert.

Ölquellen können je nach ihrer Größe unter Umständen Jahrzehnte ausgebeutet werden, bis die Förderquote abnimmt – durchschnittlich sind es etwa 40 Jahre. Um den ständig steigenden Erdölbedarf zu befriedigen, müssen die Neuentdeckungen von Ölquellen mit diesem Schritt halten. Die ersten großen Ölfunde wurden Ende der 1940er Jahre im Persischen Golf gemacht, insgesamt wurde das meiste Öl jedoch in den 1960er Jahren gefunden. Nennenswerte Vorkommen wurden noch Anfang der 1980er Jahre in der Nordsee entdeckt. Seitdem nehmen die Funde kontinuierlich ab, seit 2003 liegen sie sogar unter den prognostizierten Werten. Verschärfend kommt hinzu, dass die neu entdeckten Felder tendenziell kleiner werden und schwieriger auszubeuten sind als die Funde der großen, leichter zu entdeckenden Ölfelder vergangener Zeiten. Als Folge davon wird der steigende Bedarf mehr und mehr aus alten Ölfeldern gespeist. Seit Anfang der 1980er Jahre wird mehr Öl produziert als neues gefunden und diese Lücke klafft weiter auseinander.

Quelle

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Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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