Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Windströmungen - eine indirekte Form der Sonnenenergie

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Wichtiger Faktor für die Windentstehung und deren Richtungsverlauf sind neben globalen auch lokale Gegebenheiten. Die Windstärke kann vor allem durch verschiedenste Landschaftselemente verstärkt oder gebremst.


Luft in Bewegung

Da Luftmassen durch Temperatur- und Druckunterschiede in Bewegung kommen, kann Windenergie als indirekte Form der Sonnenenergie bezeichnet werden. Zusätzlich trägt die Erdrotation zu einer Verwirbelung der Luftmassen bei und die Schiefstellung der Rotationsachse der Erde zur Ebene, die die Erdbahn durch das Umkreisen der Sonne bildet (ekliptikale Ebene), führt zu jahreszeitlichen Luftströmungen.

Zu diesen globalen Faktoren, die Winde entstehen lassen, kommen lokale Effekte hinzu. Auf Grund der unterschiedlichen Wärmekapazitäten von Wasser und Land erwärmt sich das Land tagsüber rascher als das Wasser. Durch den entstehenden Druckunterschied weht tagsüber der Wind vom Wasser zum Land. Nachts kühlt das Land schneller ab als das Wasser und der Wind weht daher in die entgegengesetzte Richtung. Da sich der Wind über dem Wasser ungestört entwickeln kann, kommt es gerade in Küstengebieten zu regelmäßigen und starken Winden.

Auch Gebirge und andere Ausprägungen wie etwa Städte können Windströmungen durch die verengende Wirkung (Düsen- oder Kapeffekt) begünstigen. Die Landschaftselemente beeinflussen die Stärke des Windes vor allem in den unteren Luftschichten stark. Raue Oberflächen, wie Wiesen, Wald oder Bebauung, führen zu einer Veringerung der Windgeschwindigkeit, die umso deutlicher ist, je geringer der Abstand der bewegten Luftmassen von der Oberfläche ist.


Quelle:

Braun, Herbert
Energiewirtschaft
Skriptum zur Lehrveranstaltung: "Energiewirtschaft" an der Universität für Bodenkultur, Wien
Das Skriptum gibt grundlegende Einblicke über Fakten und Zusammenhänge in der Energiewirtschaft. Weiters werden Methoden zur Beurteilung von Prozessen der Energiewirtschaft vorgestellt.
Eigenverlag
Fachliteratur

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Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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