Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Geräte energieeffizient nutzen

Nicht nur im Standby-Zustand verbrauchen Geräte weiter Energie auch im abgeschalteten Zustand läuft der Energieverbrauch.
 

Besser auf Standby verzichten

 
Als Standby-Verlust wird der Stromverbrauch im Bereitschaftszustand bezeichnet, also ein Stromverbrauch der anfällt, ohne dass das Gerät benutzt wird. Beim Standby-Verbrauch gilt das Motto: „Die Summe macht’s“. Jedes Gerät für sich allein fällt kaum ins Gewicht, alle zusammen aber schon.

Die meisten Geräte brauchen im Standby-Betrieb zwischen 10 und 20 W. Die größten heimlichen Stromfresser sind Fernseher, Video-Recorder und HiFi-Anlagen sowie Wasserheizgeräte in Espressomaschinen. Die durch den Stand-By-Betrieb verursachten Jahreskosten betragen im Schnitt € 50,- pro Haushalt, in Einzelfällen kann es noch viel mehr sein.

Manche Geräte verbrauchen auch nach dem Ausschalten immer noch Strom, solange sie am Netz hängen; Abhilfe kann daher nur Ausstecken oder eine vom Netz trennbare Steckerleiste schaffen. Ob ein Gerät nach dem Ausschalten immer noch Strom braucht, erkennt man an folgenden Punkten:
 
  • eine „Bereitschaftsanzeige“ (rote oder gründe Leuchtdiode) leuchtet
  • die Uhrzeit wird angezeigt
  • das Gerät bzw. das Netzteil bleibt spürbar warm
  • ein Brummton des Transformators ist wahrnehmbar


Die komplette Netztrennung ist aber oft mit Komfortverlusten verbunden, weil Geräte, wie z.B. Videorekorder ihre Einstellungen vergessen können und unter Umständen neu programmiert werden müssen. Konzentrieren Sie daher Ihre Sparmaßnahmen auf die Bereiche, wo eine komplette Netztrennung keine Komfortverluste bringt.

Dafür einige Tipps:
 
  • Computer samt Drucker und Bildschirm etc. über eine Steckerleiste komplett vom Netz trennen
  • Fernseher bei längeren Betriebspausen (z.B. Nacht) über den manuellen Hauptschalter ausschalten
  • vor Urlauben alle „Verdachtsgeräte“ ausstecken
  • statt Radiowecker mit Digitalanzeige Batteriewecker mit Akkubatterien verwenden
  • Ladegeräte immer vom Netz trennen, wenn sie nicht benötigt werden (Handys, Rasierapparat, elektrische Zahnbürste, etc.)


Versteckte Verschwendung in Kleingeräten

 
Auch die vielen kleinen elektrischen Helferlein brauchen Energie. Obwohl die Leistungen zum Teil ziemlich hoch sind, ist das Energiesparpotenzial nicht allzu groß, da diese Geräte meist nur selten in Verwendung sind. Bei den Kleingeräten ist ein anderer Aspekt des Energiesparens vordergründig, nämlich jener der grauen Energie. Mit der grauen Energie ist der gesamte Energieaufwand für Herstellung, Transport und Entsorgung des Produkts gemeint. Das bedeutet, dass auch ein Gerät, das noch niemals benutzt wurde, bereits sehr viel Energie verbraucht hat. Aus diesem Grund sollte man vor jedem Kauf eines Elektrogerätes überlegen, ob man es tatsächlich braucht.
 

Das Thema Batterie

 
Jede Batterie benötigt bei ihrer Herstellung 40mal mehr Energie, als sie liefern kann. Wegwerfbatterien sollten daher gänzlich vermieden und stattdessen aufladbare Akkus oder Netzteile verwendet werden.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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