Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Strategien zur Nutzung erneuerbarer Energiesysteme

Ebenso wie es bei herkömmlichen Energiequellen zu Engpässen kommen kann, sind auch die erneuerbaren Energieträger nicht zu 100 % verfügbar. Ein Energiemix bietet hier Alternativen.

Die Lösung für Versorgungsengpässe liegt vor allem im optimalen Energiemix, der sich aus der unterschiedlichen Speicherfähigkeit der einzelnen erneuerbaren Energieträger ergibt. Neben der Biomasse, die eine sehr gute Speicherfähigkeit aufweist, lässt sich auch Energie aus der Geothermie und aus Speicherkraftwerken in geringem Ausmaß speichern. In Pumpspeicher-Wasserkraftwerken können Energieüberschüsse auch gepuffert werden, um z.B. den Strombedarf bei Nacht oder bei Schlechtwetterphasen, in denen es keine solaren Gewinne gibt, sicherzustellen. Diese Speicherkapazitäten reichen aber bei weitem nicht aus um den Energiebedarf im Winterhalbjahr – bei Sonnenenergiemangel – zu decken. In genau diesem Fall ist die Sonnenenergienutzung angebracht. Theoretisch wäre es zwar auch möglich, die Sonnenenergienutzung so weit auszubauen, dass sie auch den winterlichen Energiebedarf decken kann, doch in der Praxis sind solche Projekte unrentabel und unsinnig. Überdimensionierungen und ein hoher Flächenverbrauch, verbunden mit einer Überschussproduktion im Sommer, wären die Folge.

Vorteilhaft ist, dass die Kombination aus verschiedenen nicht steuerbaren Energiequellen automatisch zu einem teilweisen Ausgleich führt: Wind weht beispielsweise auch in der Nacht und bei Schlechtwetter; bei Windflaute ist meist mit hohen solaren Gewinnen zu rechnen.

Detailierte Informationen über die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung lesen Sie unter:
 Elektrizitätserzeugung – Ökostromgesetz
 

Quelle

 
Wind, Günter
Energiewende Teil 1, Sustainable Austria Nr. 30, in SOL - Zeitschrift für Solidarität, Ökologie und Lebensstil.
Eigenverlag
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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