Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Ist ihr Heizsystem fit für den Winter?

In einem Durchschnittshaushalt wird die meiste Energie für die Heizung benötigt. Aus diesem Grund lässt sich hier viel Geld einsparen.
 

Brennservice vor der Heizperiode

 
Das Brennerservice sollte nicht nach, sondern vor der Heizperiode gemacht werden um während der Heizperiode einen möglichst guten Wirkungsgrad zu erzielen. Diese Maßnahme ist vor allem dann wichtig, wenn der Brenner auch im Sommer wegen der Warmwasserbereitung angefahren wird und es durch oftmaliges Starten zu starken Verunreinigungen kommt.

Prüfen Sie mit einem dünnen Papier (z.B. Seidenpapier), ob die Fensterdichtungen noch wirksam sind. Wenn Sie das Papier bei geschlossenem Fenster noch herausziehen können, sollten die Dichtungen erneuert bzw. die Fensterbeschläge wieder eingestellt werden. Für die Unterkante von Eingangstüren gibt es selbstklebendes Isoliermaterial, das die Dichtheit verbessert.
 

Regelmäßiges Entlüften der Heizkörper

 
Gluckern und Rumoren in der Anlage deutet auf Luft in den Heizkörpern hin. Auch wenn einzelne Heizkörper kalt bleiben oder wenn beim Hochfahren der Heizung ein Heizkörper im oberen Bereich kalt bleibt, kann das ein Zeichen für Luft im Heizkörper sein, was erhöhte Energiekosten verursachen kann. Abhilfe schafft die Entlüftung mittels eines Entlüftungsschlüssels, der kostengünstig in jedem Baumarkt erworben werden kann. ~
 

Richtiges Einstellen der Vorlauftemperatur

 
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, auf die der Heizwärmeerzeuger das Heizwasser bringen muss und mit der das Heizwärmeverteilnetz gespeist wird. Diese muss optimal eingestellt sein, am besten in Abstimmung auf die Außentemperatur (Außentemperaturegler). Je besser das Haus gedämmt ist und je höher die Außentemperatur ist, desto geringer kann die Vorlauftemperatur eingestellt werden. Auch Flächenheizungen (Wand- und Fußbodenheizungen) werden mit sehr geringen Vorlauftemperaturen (etwa 35°C) gefahren. Achten Sie auch auf eventuelle Abstrahlverluste bei Ihrem Kessel und Verluste in den Heizungsrohrleitungen, die nicht der Erwärmung des Hauses dienen (z.B. im Keller).

Die Strahlungsabgabe von den Heizkörpern sollte nicht durch Möbel oder sonstige Verbauten behindert werden. Auch Vorhänge sollten nicht über die Heizkörper reichen. In der Nacht ist es allerdings sehr sinnvoll, die Vorhänge zuzuziehen, da das entstehende Luftpolster zwischen Vorhang und Fenster die Wärmeverluste reduziert.

Jedes Grad Raumtemperatur mehr, bedeutet mehr Energieverbrauch (abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen draußen und drinnen in einer Größenordnung von 3-6% pro Grad Raumtemperatur). Die Räume sollten daher abgestimmt auf die Nutzung temperiert werden. In Wohn- und Arbeitsräumen sind 21°C ideal, in Küche und Schlafzimmer reichen 18°C. In Gängen und Siegenhäusern sowie anderen Räumen, in denen man sich nur kurz aufhält, kann die Temperatur gar nur auf 15°C abgesenkt werden.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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