Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Heizung: "Hitzige" Gewohnheiten überdenken

Um bei den Raumtemperaturen Energie zu sparen, muss niemand frieren. In vielen Schulen macht sich die teuer bezahlte Heizenergie durch kleine Ritzen und Lücken davon, die es aufzuspüren gilt.

Gebäude sind schlecht isoliert, die Fenster sind undicht, Heizgeräte ungünstig montiert. Oft ist es aber auch eine ineffiziente Heizungsregelung falsches Nutzungsverhalten beim Lüften und andere 'hitzige Gewohnheiten', die am Energiezähler zu Buche schlagen. Die folgende Checkliste stellt Fragen, deren Beantwortung Sie ein ganzes Stück weiter zum Ziel führen wird.

Beispiel: In der HS Seckau sollten im Rahmen der Ist-Analyse der Energieverbrauch für die Heizung dokumentiert werden. Dabei gab es unerwartete Erfolge: Ein Schüler entdeckte bei der Besichtigung der Heizanlage, die bis dahin von SchülerInnen nicht betreten werden durfte, dass ein Heizkessel, der seit 5 Jahren keinen Beitrag zum Heizen der Schule lieferte, nebenbei noch in Betrieb war und einen Heizwert von immerhin 65° erzeugte!

Auch das subjektive Wohlbefinden ist ein guter Wegweiser, um Schwachstellen aufzuspüren. Gibt es 'Plätze' in der Klasse, die für viele unbehaglich sind?
Das subjektive Befinden kann in Klassenplänen eingezeichnet werden.

Die Behaglichkeit des Menschen beim 'Wohnen' in Innenräumen wird beeinflusst durch:
 
  • die Art und Dauer der Lüftung
  • die relative Luftfeuchtigkeit
  • die Oberflächentemperatur der Wände und des Bodens
  • die Raumtemperatur
  • das Speichervermögen der Bauteile

Wertepaare wie (Raumtemperatur/Oberflächentemperatur) und (Raumtemperatur/relative Luftfeuchtigkeit) werden in Vergleichsdiagramme, in denen die Bereiche behaglich, noch behaglich, unbehaglich warm, unbehaglich kalt dargestellt sind, eingetragen. Die Ergebnisse werden wieder mit den subjektiven Empfindungen verglichen!

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Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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