Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Die wichtigsten Datenquellen – die Rechnung und der Zählerstand

Die jährlichen Ausgaben für den Energieverbrauch sind im Großhaushalt Schule meist enorm hoch, doch nur wenigen AkteurInnen in der Schule sind die konkreten Beträge bekannt. Somit ist die Motivation für einen bewussten Umgang mit Strom und Energie in der Schule oft gering. Deshalb ist es ein erster wichtiger Schritt, diese Zahlen zu erheben und sichtbar zu machen.
 

Rechnungen

Rechnungen dienen am Beginn die Hauptinformationsquelle. Auf der Rechnung sind folgende Informationen enthalten, die für die Analyse genutzt werden:
  • Energiegrundpreis
  • Energieverbrauchspreis
  • Abrechnungszeitraum
  • Energiemenge
  • Steuern und Abgaben

 
Werden Rechnungen als Datenquellen herangezogen, sollten folgend Irtümer vermieden werden:
  • Datenirrtümer: durch schwer lesbare Kopien können Mengen- und Zahlenangaben vertauscht werden.
  • Verwechslung des Zeitrahmens der Buchhaltung (z.B 1.1. - 31.12) mit dem Zeitpunkt des tatsächlichen Verbrauchs (z.B. 15.02.04 - 15.01.05)

 
Werden jedoch mehrere Gebäude und Bereiche - z.B. in einer Berufsschule - überprüft, führt diese manuelle Methode leicht zu einer großen und unverarbeitbaren Datenmenge. Hier ist es wichtig, nachzufragen, ob nicht frühere Daten und Analysen vorliegen. Zum Beispiel könnte die Buchhaltung schon in der Vergangenheit Kennzahlen ermitteln haben, die für diese Analyse herangezogen werden können.
 

Der Zählerstand

Bei der Messung des Stromverbrauchs, des Gasverbrauchs oder des Energieverbrauchs geben die Angaben auf dem Zähler wertvolle Informationen. Diese Daten können direkt für die Berechnungen verwendet werden. Alle Messungen des Energieverbrauchs sollten in eine gemeinsame Einheit umgewandelt werden, z.B. kWh.

Zähler können entweder manuell oder elektronisch abgelesen werden. Es ist oft schwierig zu ermitteln, welche Verbrauche einzelne Zähler tatsächlich messen. In diesem Fall können genaue Informationen beim Versorgungsbetrieb eingeholt werden. Ergebnisse werden manuell auf Datenblättern oder elektronisch von Messgeräten aufgezeichnet.

Obwohl das Ablesen der Zähler an sich einfach ist, ist es doch hilfreich, folgende Fehlerquellen zu beachten:
Die Messungen werden in der falschen Reihenfolge aufgezeichnet.
Unleserliche Ablesungen oder verloren gegangene Ablesungen.
Es werden zu viele Zahlenstellen notiert. Datenblätter können dahingehend geändert werden.
Es werden die falschen Zähler abgelesen.
Die verantwortliche Person hat die Zähler nicht im festgelegten Intervall abgelesen.
 
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 Eigene Messungen und alternative Methoden
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Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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