Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Die erhobenen Daten werden miteinander verglichen

Unterschiedliche Brennstoffe werden in unterschiedlichen Einheiten gehandelt. Um einen sinnvollen Vergleich anstellen zu können, muss eine gemeinsame Einheit gefunden werden. In der Regel wird in Kilowattstunden gerechnet.

Die Verbrauchszahlen haben je nach Brennstoffart unterschiedliche Einheiten. Der Gasverbrauch wird in m3 angegeben und der Stromverbrauch in kWh. Deshalb ist es notwendig, Umrechnungsfaktoren zu benutzen, um für alle Brennstoffquellen dieselben Einheiten zu verwenden. Die dazu verwendete Einheit ist üblicherweise die Kilowattstunde (kWh). Sollte der Verbrauch hoch sein, so wird auch die Megawattstunde (MWh) verwendet. 1000 kWh sind 1 MWh.

Um die Entwicklung des Verbrauchs über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu verfolgen ist es hilfreich, Ausgangswerte festzulegen. Diese können dann als Vergleichsbasis herangezogen werden. Ziel dabei ist es, zu erkennen, ob es Unregelmäßigkeiten im Verbrauch gibt oder gegeben hat. Wenn z.B. der Verbrauch für einzelne Monate ungewöhnlich hoch ist, wird im nächsten Schritt nach Ursachen und den möglichen Schwachstellen gesucht.

Im angeführten Beispiel (siehe Download) nimmt der Energieverbrauch deutlich zu. Die Ursachen könnten der Einsatz neuer Geräte – eventuell einer Klimaanlage – aber auch verändertes, sorgloseres Verhalten im Umgang mit den Energieträgern oder vielleicht auch nur wetterbedingte Schwankungen sein.

Lesen Sie dazu auch:  Umrechnungen in die gleiche Einheit sind sehr hilfreich

Der Gesamtverbrauch wird oft in Form von  Kennzahlen angegeben.

10 MWh - ist das jezt viel oder wenig?

Mit Verbrauchsgrößen im Energieberreich können die wenigsten etwas anfangen. Wer nicht mit Energiewerten arbeitet, hat Schwierigkeiten, Energieverbrauche „zu fassen“ und zu erkennen, wie viel eine kWh ist und ob ein Verbrauch von 10 MWh (Megawattstunden) im Jahr hoch oder niedrig ist. Aus diesem Grund ist es äußerst hilfreich, die Verbrauche auch in Euro oder in verständlichen Größen dazustellen. Wenn z.B. eine kleine Schule etwas 340 000 kWh im Jahr verbraucht, so ist dieser Wert sehr abstrakt. Wenn man aber weiß, dass ein durchschnittlicher Haushalt ca. 8 500 kWh Strom im Jahr verbraucht und diese Anlage somit den Verbrauch von 40 Haushalten hat, ist dies etwas plastischer.

 Mit der Ist-Analyse dem Energieverbrauch auf der Spur
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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