Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

"KliP" - das Klimaschutzprogramm aus Wien

Durch die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls verpflichten sich Industriestaaten, mit Hilfe verschiedener Maßnahmen die ausverhandelten CO2-Reduktionsziele zu erreichen. Eine dieser Maßnahmen ist die Klimaschutzinitiative „KliP“-Wien.

 
Mitte der neunziger Jahre wurden Prognosen erstellt, wonach die Kohlendioxidemissionen dramatisch ansteigen werden, wenn keine entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen werden. Somit hat sich die Stadt Wien vor dem Hintergrund internationaler Abkommen, zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren. Zwischen 1996 und 1999 wurde das „KliP“ Wien ausgearbeitet. Ziel war es vor allem die Klimaschutzaktivitäten der Stadt Wien in den Bereichen: Energie, Mobilität, Beschaffung und Abfall besser zu koordinieren und zu beschleunigen.

Nach Umsetzung der Maßnahmen werden folgende Reduktionseffekte erwartet:
  • Reduktion der CO2-Emissionen um 14% gegenüber dem Wert von 1990: Dies soll durch Absenken der jährlichen Emissionen von 8,5 Millionen Tonnen (1990) auf 7,3 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2010 erreicht werden.
  • Reduktion der CO2-Emissionen um 26 % im Vergleich zum prognostizierten Wert für das Jahr 2010. Das entspricht einer Absenkung von 9,9 auf 7,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.
  • Rückgang bei den Pro-Kopf-CO2-Emissionen gegenüber 1987: Dabei sollen die CO2-Emissionen pro Einwohner von 5,7t (Stand 1987) auf 4,5t (2010) gesenkt werden.
  • Reduktion von 1,3 Mio Tonnen CO2-Äqivalenten. Dies wird durch das „KliP“-Maßnahmenprogramm „Bau Klima – ein Ausstieg aus der Verwendung von Baustoffen mit halogenierten Kohlenwasserstoffen“ erreicht.

 

Bisher umgesetzte Maßnahmen

Im Rahmen der Umsetzung des „KliP“ wurde besonders darauf Wert gelegt, nicht nur allgemeine Definitionen auszuarbeiten, sondern es wurde sofort mit der Realisierung kurzfristig möglicher Maßnahmen begonnen. Eine kleine Auswahl davon
  • Die Ausweitung der Altbausanierungsförderung seit dem Jahr 2000,
  • der Verzicht auf den Einsatz von HH-FCKW und H-FKW im geförderten Wohnbau,
  • der Aufbau einer Energiebuchhaltung für Magistrats- und Bezirksgebäude.
  • Mit der Projektgruppe „Öko-Kauf-Wien“ wird die umweltfreundliche Beschaffung der Wiener Stadtverwaltung geplant und koordiniert und
  • mit dem „Ökobusinessplan Wien“ werden die Wiener Betriebe bei der Einführung von Umweltmanagementsystemen unterstützt.
  • Masterplan Verkehr: Kernziel ist die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs von 35 Prozent auf 25 Prozent bis 2020 zugunsten des öffentlichen Verkehrs, des Radverkehrs sowie der Fußgängerinnen und Fußgänger.

 
Mehr Informationen dazu finden Sie hier
 E.V.A.
 Klimaschutzprogramm der Stadt Wien
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-10

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