Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Von Breitarsch, Böhm und Kronprinzen:
Sind alte Obstsorten gesünder?

Unterscheiden sich Äpfel aus ökologischem Landbau von Äpfeln aus konventionellem Obstbau? Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Apfelsorten? Kann ein Bezug hergestellt werden zwischen dem Alter einer Sorte und ihrem Vitamin-C-Gehalt? Diese Fragen versuchten die SchülerInnen des BORG Ried im Innkreis im Chemielabor der Schule selbständig zu erforschen.
Ein Bericht des Schulprojekts 'An apple a day keeps the doctor away - Vitamin-C-Spender Apfel'.
 

Zusammenfassung und Überblick

Informationen über das Vitamin-C-Molekül standen am Beginn des Projekts: seine Struktur und seine ernährungsphysiologische Bedeutung. Dann setzten sich die SchülerInnen mit der Untersuchungsmethode zum Nachweis von Vitamin C auseinander und führten Analysen an 40 Apfelsorten durch, die ihnen von einer Baumschule zur Verfügung gestellt worden waren.

Die SchülerInnen kamen zu folgenden Ergebnissen:
Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Alter einer Sorte und ihrem Vitamin-C-Gehalt lässt sich nicht nachweisen. Äpfel einer Sorte enthalten unterschiedlich viel Vitamin C. Dessen Menge wird durch das genetische Potential einer Sorte, die geographische Lage (Dauer der Sonneneinstrahlung, Boden, Erntezeitpunkt) und die Lagerung (10 % weniger Vitamin C pro Monat) bestimmt. Viele junge Züchtungen weisen einen vergleichsweise geringeren Gehalt an Ascorbinsäure auf als ältere Züchtungen.

Aufgrund ihrer Ergebnisse kamen die SchülerInnen zu folgenden Resümee:
Ökologischem Landbau kommt eine wichtige Rolle zu, weil er besonderes Augenmerk darauf legt, Obstsorten auf geeigneten Standorten (Klima, Boden, Niederschlag etc.) zu ziehen. Außerdem greift ökologische Landwirtschaft auch auf alte Kultursorten zurück, während sich der konventionelle Obstbau auf wenige, gut vermarktbare beschränkt.
Nach Meinung der SchülerInnen wäre es für die Zukunft wichtig - vielleicht handelt es sich dabei sogar um eine Marktlücke - vermehrt Sorten mit einem höheren Gehalt an gesundheitsfördernden Substanzen zu züchten und auf den Markt zu bringen.
 

Science Education

Neugier und Faszination sind ein wichtiger Motor für die Auseinandersetzung mit Forschung. Durch selbständige Forschungstätigkeit können sich SchülerInnen ein Bild von Wissenschaft machen, vorhandenes Wissen kritisch betrachten und auf Basis eigener Erkenntnisse handeln.
Ziel von Science Education ist es deshalb, nicht nur Ergebnisse der Wissenschaft besser aufzubereiten, sondern Interesse zu wecken, SchülerInnen zu eigenen Fragenstellungen anzuregen und über das Forschen selbst zu lernen.
 

Kooperationspartner des Projekts

Arche Noah - Gesellschaft zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt und deren Entwicklung
Obere Straße 40, 3553 Schloss Schiltern
Tel.: 02734/86 26
Fax: 02734/86 27
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Zum Weiterlesen

Ist Bio wirklich besser? Fakten zur Qualität biologisch erzeugter Lebensmittel

Dieses Projekt wurde uns von Bioskills 03 zur Verfügung gestellt.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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