Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Wildobst ist zum Naschen da

Zielsetzung

Das Projekt wurde im Rahmen von 'Klimabündnis, Schule und Region' des Lanes NÖ in der Kreativhauptschule Langenzersdorf entwickelt und bringt den SchülerInnen nicht nur fast vergessene Wildobstsorten wieder näher, sondern zeigt ihnen auch deren Verwendung für eine gesunde Ernährung. Obendrein sollten naturnahe Spielräume geschaffen werden.

Ein weiteres Ziel ist es, dass die heimischen Wildobststräucher bei der Bevölkerung von Langenzersdorf wieder bekannter werden. Diese Hecke soll eine 'Schauhecke' für die LangenzersdorferInnen sein. Gedacht ist es, dass die Leute, wenn sie vor der Entscheidung stehen, was sie in ihrem Garten einsetzten sollen, auf den Spielplatz zur Hecke kommen. Dort sehen sie, wie der Strauch wächst, welche Blätter, Blüten und Früchte er trägt, wie eine gemischte Hecke aussieht, wie dicht sie ist usw. und somit wird die Hecke zur Entscheidungshilfe für einheimische Sträucher.

So können wir mithelfen unser Klima, die heimische Flora und unsere regionale Artenvielfalt zu erhalten. Die BewohnerInnen der Klimabündnisgemeinde sollen den heimischen Pflanzen den Vorang geben und auf Thujen und Zypressen verzichten.

Zusammenfassung und Überblick

Am Dr. Brada-Spielplatz in Langenzersdorf wurde im Mai 2003 von der Hauptschule Langenzersdorf mit SchülerInnen der 2.,3. und 4. Klasse eine Naschhecke gepflanzt. Der Dr. Brada-Spielplatz wurde deshalb ausgewählt, weil dort bereits Bäume mit Früchten zur Weiterverarbeitung zu Marmeladen, Schnäpsen und Säften wachsen.

Die Vorteile einer Naschhecke:
  • CO2-Reduktion durch eigenes Obst im Garten - weniger Transportwege
  • Heimische VitaminC-Lieferanten anstatt ausländischer Früchte
  • Eigene Produktion von Säften, Marmeladen,... anstatt Kauf von Produkten, die viele Kilometer transportiert wurden
  • Pflanzenhecke als Ersatz für hochgiftige, druckimprägnierte Holzzäune, die als Sondermüll entsorgt werden müssen
  • Nistplätze und Futterangebot für heimische Vogelarten
  • Unterstützung der heimischen Artenvielfalt von Flora und Fauna
  • Erhalt von jahrzehntelangem Wissen über den Nutzen der Natur

Mit einer Sinneswerkstatt, deren Materialien sich auf den Garten konzentriert haben, haben sich die Jugendlichen der Klasse 4a, über Spiele und anderen kreative Methoden mit ihrer Verbindung zum Garten und somit zur Natur beschäftigt. Marmelade und Saft aus Schlehen und Eberesche, aber auch Haselnüsse brachten den kulinarischen Bezug zum Garten und dessen Bepflanzung mit heimischen Sträuchern und Bäumen. Eine kleine Visionsreise half den Kindern, ihr eigenes Paradies, ihren eigenen Traumgarten zu finden.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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