Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

KI-SCHU-SI-GA – KInder SCHUle SInne GArten

Idee

Der Garten als Ort der Sinne: In der VS Rzehakgasse ließen die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf und schufen sich in ihrem Schulgarten Wohlfühl- und Bewegungsareale. Durch den engen Kontakt mit außerschulischen Partnern und Sponsoren erzielte das Projekt eine Außenwirkung, die das Image der Schule stärkt.

Umsetzung

Zu Beginn des Projektes fand eine Schwerpunktsetzung in der Unterrichtsgestaltung statt. Inhalte wie Einbeziehung aller Sinne, Schule zum Wohlfühlen, Finden und Gestalten von Lehr- und Lernplätzen, Gartengestaltung, Erlernen einer gewissen Eigenverantwortung der SchülerInnen wurden thematisiert. Wenn möglich wurde der Unterricht in die freie Natur, den Garten verlagert.
Die Gartenkinder, pro Klasse vier gewählte Kinder, entwickelten in einem Kreativ- und Planungsworkshop Ideen und Vorschläge zu ihrem Schulgarten. Spielerisch wurde der Garten erforscht, was zur Frage führte: „Was wollen wir hier alles machen?“. Die zahlreichen Ideen wurden in klassenübergreifenden Interessengruppen ausgearbeitet und reichten von Visionen bis zu konkreten Entwürfen, Modellen und Skizzen.
Der nächste Schritt war die Verortung der Vorschläge im Garten. Im Rahmen eines Planungsspiels wurden Zeichen gesetzt, unterschiedliche Wünsche aufeinander abgestimmt und ein Bauplan entwickelt.
Im großen Gartengespräch stellten die beteiligten Kinder ihre Wünsche den LehrerInnen und Eltern vor. Die anschließende Diskussion spannte den Bogen von der Nutzung („Wann dürfen wir raus?“) bis zu Risikofaktoren und Sicherheitsaspekten, etwa beim Thema „Baumhaus“ und „Teich“.
In einem Workshop besprachen die LehrerInnen Möglichkeiten der Integration der von den SchülerInnen ausgearbeiteten Projekte, die Eltern wurden über das Schulforum und den ersten Aktionstag in den Beteiligungsprozess eingebunden. Beim letzten Aktionstag wurde etwa ein geomantisches Labyrinth umgesetzt.
Öffentlichkeitsarbeit wurde schulintern mittels regelmäßiger Teamsitzungen, Schulforen, Elternvereinssitzungen, Elternbriefen und Aushang vor der Schule betrieben. Außerschulische Öffentlichkeitsarbeit erfolgte über Zeitungsartikel (Bezirksblatt, Kurier), einem Folder „Die Beteiligungsschule – Partizipation in der Lebenswelt Schule“, einer Präsentation im Wiener Rathaus, einem Gartenfest und einem Projekttag.

Hintergrund

Kinder und Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich wohl fühlen können, ihren Körper erfahren und ihre Kreativität und Phantasie ausleben können. Schulgärten sind wichtige und beliebte Bewegungsareale, Lebens- und Lernorte. Bei der Neuge-staltung von Schulgärten sollte die Beteiligung der zukünftigen NutzerInnen – SchülerInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen und des Schulpersonals – eine zentrale Rolle spielen. Durch die zusätzliche Einbindung des Schulerhalters, der Eltern und von Sponsoren in den Planungs- und Gestaltungsprozess kann eine Außenwirkung erzeugt werden, die das Image und Profil der Schule nachhaltig stärkt.

Kooperationspartner

MA 56
Landesjugendreferat
SSR Wien
Pädagogische Akademie des Bundes in Wien
ExpertInnenteam


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

 zurück zur vorigen Seite