Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Tour de Mäder

Idee

Die SchülerInnen der ÖKO-Hauptschule Mäder wollten das Einzigartige, das Besondere und Bemerkenswerte – das, was ihre Heimatgemeinde von anderen Gemeinden abhebt – finden. Sie haben es gefunden... und erfasst, untersucht, ausgewertet und Spuren hinterlassen.

Umsetzung

Am Ende des vorangegangenen Schuljahres entwickelte das Ökologische Schulparlament (ÖSP), das sich aus den gewählten KlassenschülervertreterInnen, zwei Lehrpersonen, dem Gebäudewart und der Direktion zusammensetzt, die Idee zum Projekt, welches im folgenden Schuljahr starten sollte. Über die Sommerferien wurde die Gemeinde Mäder beauftragt, wichtige Orte in der Gemeinde in einer Liste zu sammeln und diese der Schule zu übermitteln.
Zu Beginn des Schuljahres wurde unter der Moderation des ÖKOLOG-Koordinators und des Direktors der gesamte Projektablauf im ÖSP (dem in weiterer Folge auch die Gesamtkoordination unterlag) besprochen. In Gruppenarbeiten erarbeiteten die SchülerInnen acht Themen (Vereinswesen, Kraftwerk ÖKO-Hauptschule, Landwirtschaft, alte Schulhäuser, Sagen, Rheindamm, Flurgehölze und Naturdenkmäler). Pro Klasse mussten sich in der Folge die KlassensprecherIn, ihre StellvertreterIn und die KlassenlehrerIn auf ein Thema einigen.
Zunächst klärte das ÖSP Rahmenbedingungen, Zeitaufwand, Beteiligung, Kosten, etc. für die einzelnen Teilprojekte ab. Im Rahmen des regulären Unterrichts wurde in weiterer Folge jede Woche an den Themen gearbeitet. Auch in der Freizeit waren die SchülerInnen unterwegs.
Im Herbst wurden drei ganztägige und ein halbtägiger Projekttag durchgeführt, an welchen der reguläre Stundenplan aufgehoben wurde und sich die SchülerInnen in Gruppen mit der Ausarbeitung ihrer Themen befassten. Diese Tage fanden sowohl im Freien, als auch in der Schule statt. An jedem Projektthema waren zwei bis drei Lehrpersonen unterstützend beteiligt. Termine mit Fachpersonen, Exkursionen oder die Bereitstellung finanzieller Mittel wurden über die Lehrpersonen bzw. die Direktion abgewickelt.
Die SchülerInnen zeigten die Ergebnisse im Rahmen einer großen Präsentationsveranstaltung im Jänner, bei der neben den 200 SchülerInnen mehr als 600 Personen anwesend waren. Neben den wichtigsten Personen des Landes- bzw. Bezirksschulrates waren GemeindepolitikerInnen, VertreterInnen der Pfarei, MedienvertreterInnen und die Eltern eingeladen. In diesem Rahmen machte die Gemeinde Mäder die Zusage, die Projektergebnisse auf Schautafeln – direkt an den Orten, die in den Projekten untersucht wurden – zu präsentieren. Aus finanziellen Gründen konnte dieses Vorhaben allerdings noch nicht umgesetzt werden.

Hintergrund

SchülerInnen brauchen lebenswirkliche Erfahrungen, um in ein demokratisches Zusammenleben hineinwachsen zu können. Wenn gemeinsam lokale Themen nachhaltiger Entwicklung aufgegriffen, untersucht, erfasst und evaluiert werden, so kann dies für die Qualität des Unterrichts, die Demokratisierung der Schule und die Vernetzung mit der Gemeinde eine Weiterentwicklung bedeuten.
Aus einer derartigen Mitgestaltung und Zusammenarbeit entsteht nicht nur für SchülerInnen, sondern auch für die Kooperationspartner außerhalb der Schule realer Nutzen. Auch die Lehrkräfte und die Schulgemeinde insgesamt profitieren davon. Durch die Pflege von Partnerschaften in der Gemeinde und über die Gemeinde hinaus wächst ein Unterstützungsnetzwerk, die Schule wird zum aktiven Partner, der in das Gemeindegeschehen eingebunden ist.

Kooperationspartner

Gemeinde Mäder


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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