Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

mit_mission7

Idee

Eine „nachhaltige“ Rätselrallye durch meinen Bezirk: Kinder aus dem 7. Wiener Gemeindebezirk mischten ihr Grätzl auf, mischten mit in ihrem Lebensumfeld. In verschiedenen Stationen, vom Biomarkt bis zum Haus der Energie, erkundeten die MittelschülerInnen lokale und globale Themen einer nachhaltigen Entwicklung – vom fairen Handel bis hin zur Ressourcenknappheit.

Umsetzung

Nachdem die verantwortlichen LehrerInnen dem Konzept der Rätselrallye zugestimmt hatten, unternahmen die Projektinitiatorinnen bzw. das mit_mission7-Team (siehe Kooperationspartner) eine Recherche hinsichtlich möglicher Themen (Konsum-Ernährung, Ressourcenknappheit, etc.) und Stationen (Biomarkt, Haus Wien Energie, etc.) für die Rätselrallye.
Einige Tage vor der Rallye wurde im Zuge einer Schulstunde vom mit_mission7-Team eine kurze Einführung in die Thematik der Nachhaltigen Entwicklung und der LA 21 gegeben. Außerdem wurden die organisatorischen Vorarbeiten (z.B. Gruppeneinteilung) für die Rätselrallye geleistet. Die SchülerInnen teilten sich in 5 Gruppen à 4 bis 7 Kinder auf.
Am Tag der Rallye standen jeder Kleingruppe jeweils ca. 6 Stunden (9 bis 15 Uhr) zur Verfügung, um die einzelnen Stationen im Rahmen einer fiktiven Geschichte zu durchwandern. Die SchülerInnen lernten mit der Lösung des Rätsels die konkreten Aufgaben der verschiedenen Institutionen bzw. Organisationen spielerisch kennen und wurden dabei mit den Einrichtungen im eigenen Wohn- und Schulbezirk vertraut gemacht
Im Anschluss an die Rallye arbeiteten die SchülerInnen zunächst im Agendabüro und später unter Anleitung der LehrerInnen im Unterricht, aber auch in der Freizeit, so genannte „Projektinos“ aus. Es handelte sich dabei um kleine Projekte, in denen anhand einer Methode (z.B. Theater, Umfrage, Plakat, etc.) bestimmte Inhalte (z.B. Ressourcen, Energie, Ernährung, etc.) erarbeitet wurden.

Umgesetzte „Projektino“-Beispiele:
  • Theaterstücke „unfair“ und „Eine Jean reist um die Welt“
  • Preisvergleich bio-konventionell
  • Umfrage Einkaufsgewohnheiten
  • Musik: Gemüserap und „Spirit of Fairness“ (Lied)
  • Modenschau „Aufgemotzte Kleider“ (2 Mal)
  • Sketch zu Clean Clothes
  • Selbstentworfene Logos zu „Fairness“


In der Nachbereitungsstunde reflektierten und evaluierten die SchülerInnen die Projektprozesse und dokumentierten diese.
Während der Abschlusspräsentation, die im Rahmen eines Agenda-Forums im Februar 2005 stattfand, präsentierte die Klasse die einzelnen „Projektinos“. Zudem wurde im Rahmen dieser öffentlichen Veranstaltung jedes Kind vom Agenda 21-Büro für das Engagement mit einer „NachhaltigkeitsexpertInnen“-Urkunde ausgezeichnet.

Hintergrund

In Kooperation mit Agenda 21-Büros werden SchülerInnen Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung praxisnah erfahrbar gemacht. Dazu zählen die Bereiche Umwelt, fairer Handel, Friede, Menschenrechte und Gender unter globaler Perspektive, sowie Maßnahmen und Aktionen zugunsten gleichberechtigter und solidarischer Nord-Süd-Beziehungen. In Zusammenarbeit mit NGOs, lokalen und regionalen Initiativen, Organisationen und Unternehmen sowie Universitäten und staatlichen Institutionen können im Rahmen dieser Themen Veranstaltungen organisiert und spezielle Aktionen angeboten werden.

Kooperationspartner

Agenda wien sieben (Mitinitiatorin)
Lehrgang „Universität und Arbeitsmarkt“, iff, Universität Klagenfurt (Entwicklung des Projekts, Beratung)
 Südwind Agentur
Verein der AbsolventInnen des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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