Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Wir bestimmen die Mobilität von morgen

52 SchülerInnen der Volksschule Nüziders (Vorarlberg) nahmen an den Verkehrsaktionstagen in Nüziders teil. Dabei standen die zwei Aspekte 'Sicherheit für schwache VerkehrsteilnehmerInnen' und 'Umweltschutz durch Sensibilisierung des Bewusstseins für zukunftsverträglicheres Verkehrsverhalten' im Vordergrund.

Das Projekt wurde an vier Halbtagen durchgeführt und umfasste die Teilnahme an mehreren Stationen, es war Teil des Projektes 'Bewusstseinsbildung zukunftsverträgliche Mobilität Nüziders', mit dem die Gemeinde einen Sonderpreis im Rahmen des Umweltpreises Vorarlberg erhalten hat.


Zusammenfassung und Überblick

Die Volksschule Nüziders nutzte die „Aktion Zebrastreifen“, um mit AutofahrerInnen direkt in Kontakt zu kommen. Mit dieser Aktion des Unterrichtsministeriums gemeinsam mit anderen Institutionen sollen AutofahrerInnen auf die rechtliche Situation aufmerksam gemacht werden. Derzeit bleiben nur zirka zwei Drittel der AutofahrerInnen beim Zebrastreifen stehen, wenn PassantInnen queren wollen. Dieser Erfahrungswert wurde auch in Nüziders bestätigt. An einer viel befahrenen Kreuzung wollte jeweils eine Gruppe von Kindern die Straße queren. Eine zweite Gruppe beobachtete unter Begleitung eines Gendarmen von Ferne die AutofahrerInnen. Jedes Auto wurde vom Gendarmen auf die Seite gewunken. Die SchülerInnen bedankten sich, wenn vorschriftsmäßig angehalten wurde. War dies nicht der Fall, überreichten sie den AutofahrerInnen ein Blatt mit der entsprechenden Vorschrift gemäß Straßenverkehrsordnung. Zur Auseinandersetzung mit dem Thema Geschwindigkeit und zum Schätzenlernen verglichen die SchülerInnen bei der Station: „Mobiles Radar“ ihre Schätzungen mit den tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten der vorbeifahrenden Autos.

„VCÖ-Parkzettel für Gehsteigparker“: Die SchülerInnen verteilten an auf Gehsteigen parkende Fahrzeuge VCÖ-Zettel mit Hinweis auf die Straßenverkehrsordnung und der Bitte, das Fahrzeug in Zukunft nicht auf FußgängerInnen vorbehaltenen Flächen abzustellen, weil diese sonst auf die Straße gedrängt werden.

„Frage-Antwort-Spiel“: Die SchülerInnen mussten mehrere Fragen zum Verkehr und zur Fahradprüfung schriftlich beantworten. Danach zeichneten sie in Vierergruppen ein Fahrad, das sie mit den sieben Zubehörteilen, die für die Straßenverkehrstauglichkeit notwendig sind, ausstatten sollten. Alle Zeichnungen sind kleine Kunstwerke. Die Preisverleihung für das Frage-Antwort-Spiel wurde von Nüziders Unternehmern gesponsert. Als Abschluss wurden alle TeilnehmerInnen der Verkehrsaktionstage von einer Sponsorin zu Eis und Getränken eingeladen.

Die Erfahrungen und Erlebnisse prägen das Verkehrsverhalten der Kinder

Die statistischen Ergebnisse und die Aktionen der SchülerInnen wurden diskutiert. Zudem hielten die SchülerInnen ihre Meinung zu den Verkehrsaktionstagen auf Kärtchen fest. Diese wurden gemeinsam mit den schönsten Fotos im Foyer der Volksschule ausgestellt worden. Besonders eindrucksvoll war für die SchülerInnen die Aktion Zebrastreifen, weil sie selbst mit den AutofahrerInnen sprechen durften. Auch das Malen und Arbeiten im Team fand großen Anklang. Nach bestandener Fahradprüfung fuhren alle SchülerInnen unter Begleitung mehrerer Erwachsener in ein Fahradfachgeschäft, wo sie über richtige Einstellungen und Pflege des Fahrades informiert wurden.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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