Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Eine Schule einfach zum Wohlfühlen

Für die Umsetzung von kleinen wie auch größeren Projekten werden LehrerInnen und SchülerInnen der Volksschule Wölfnitz gleichberechtigt eingebunden. Partizipation - die Basis für eine erfolgreiche Durchführung.


Überblick

Begonnen hat alles im Inneren des Schulgebäudes der Volksschule Wölfnitz.
Im Rahmen eines Schulparlaments wurde der Ist-Zustand der Schule aufgenommen und die Umgestaltung der Innen- wie Außenfreiräume mit allen Beteiligten diskutiert. Ziel war die vorhandenen Schulfreiräume so umzugestalten, dass sowohl Platz zum Zurückziehen wie auch zum Spielen, Toben aber auch zum Lernen im Freien zur Verfügung steht. Wichtig war den LehrerInnen wie SchülerInnen, dass sich alle in der Schule wohl fühlen sollten und, dass freundlich und respektvoll miteinander umgegangen wird. Danach stand der Planung und Umsetzung nichts mehr im Wege.

Planungsphase

Freundliches Umgehen miteinander sowie gemeinsam an einem Strang ziehen sind also wichtige Voraussetzung für die Volksschule Wölfnitz damit Lernen drinnen wie draußen optimal funktionieren kann. Nachdem sich alle Beteiligten in der Schule auf die Verhaltensregeln in der Schule geeinigt und diese unterschrieben hatten war allen klar, dass die ursprüngliche Pausenstruktur geändert werden musste, um den geplanten Freiraum länger und besser genießen zu können. Daraufhin wurden 2 kleine Pausen gestrichen und an die große Pause angeknüpft. Den Kindern stehen somit 30min Pause zu, die sie entweder im inneren der Schule oder draußen verbringen können.

Alle Wünsche und Anforderungen an die Freiräume wurden von SchülerInnen und LehrerInnen gesammelt, diskutiert und ausgewählt. Mit der Hilfe einer Landschaftsarchitektin konnten Wünsche auf ihre Durchführbarkeit geprüft und die richtige Wahl der Materialien getroffen werden.

Was wurde bisher erreicht?

Da die Schule ein geringes Budget zur Verfügung hatte, war jede mögliche Hilfe erwünscht. Tatkräftige Väter halfen beim Ausheben von Erdlöchern, Mütter mit eigenem Garten stellten Kräuter und Sträucher für den Garten zur Verfügung und Firmen spendeten z.B. Erde für einen Spielhügel. Mit all der Hilfestellung entstanden:
  • ein Gemüsebeet mit Kürbissen, Kartoffeln und Tomaten,
  • 2 Kompostbehälter,
  • ein neues Gartentor, das den Zugang zum neuen Spielberreich erleichtert,
  • Platz für eine Freiluftklasse
  • mobile Tippis sowie
  • ein Feuerplatz.

Die Mädchen der Schule wünschten sich einen geheimen Ort, nur für sich allein und die Burschen einen Raufberreich, wo sie sich so richtig austoben können. Beide Bereiche wurden umgesetzt und werden unter Auflage bestimmter Regeln fleißig genutzt. Auch die Erlebnisbaustelle, ausgestattet mit einer Wasserstelle, Steinen und viel Sand, erfreut sich großer Beliebtheit. Im Innenreich der Schule entstanden Entspannungs- und Leseecken sowie Bereiche zum Spielen.

Durch die Neugestaltung des Außengeländes wurde die Pflegearbeit des Schulwartes geringer, da aufwändig zu pflegende Blumenbeete verschwanden. Die Pflege und Betreuungsarbeit der Beete wird von den SchülerInnen mit großer Begeisterung erledigt und erfolgt zum größten Teil in der langen Pause.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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