Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Wasser – eine besondere Verbindung

SchülerInnen der HS St. Georgen im Walde haben das Thema Wasser im Rahmen eines Schulprojektes auf vielfältige Weise beleuchtet. Die fächerübergreifende Aufarbeitung des Themas findet ebenso Platz in ihrem Projekt wie die Erstellung eines Fragebogens zum Thema Wasserverbrauch und Trinkverhalten der SchülerInnen.

Überblick

Im Laufe eines halben Jahres haben sich 4. Klassen der 8. Schulstufe der HS St. Georgen im Walde in vielerlei Hinsicht mit dem Thema Wasser auseinander gesetzt. Aufgrund der Teilnahme am 7. Projektwettbewerb des VCÖ wurde eigens eine Hompage erstellt, die diese Vielfalt auf beeindruckende Weise und äußerst übersichtlich dokumentiert. Die Seite ist klarer strukturiert als so manche Profi-Homepage.

Fächerübergreifend lernen

Neben dem chemischen Teil, der die Verbindung Wasser umfassend darstellt und auch Versuche zum Thema beinhaltet, wird die Thematik auch in anderen Fächern behandelt. Unter anderem wurde eine Meditation in Religion zum Thema Wasser erstellt oder die Konflikte rund um Wasser auf der Erde behandelt.
Auch Fächer wie Mathematik oder Englisch sind vertreten. So sind u.a. recht überaschende und neugierig machende Aspekte zu finden wie etwa „Wasser ist kein nasses Element“.

Wasserverbrauch und Trinkverhalten

Die Erstellung des Wasserverbrauchs und des Trinkverhaltens der SchülerInnen wurde mit Hilfe eines Fragebogens erstellt und stellt einen Teilaspekt des Projektes dar, welcher generell oft vernachlässigt wird. Dabei wurden so manche überaschenden Erkenntnisse gewonnen:
  • Duschen wird gegenüber dem Vollbad bevorzugt.
  • Mädchen duschen häufiger als Burschen.
  • Im Sommer und am Abend ist der Wasserverbrauch am höchsten.
  • Da viele unserer Haushalte einen eigenen Brunnen besitzen, können auch viele ihren Wasserverbrauch nicht kontrollieren.
  • Nur wenige besitzen eine Möglichkeit Regenwasser aufzufangen und zu nutzen.
  • Nur 50% der Kinder besitzen einen Zahnputzbecher.
  • Geschirspüler sind bereits weit verbreitet.
  • Der Großteil der Haushalte in St. Georgen/W. ist noch nicht an die Kläranlage angeschlossen.
  • Mädchen scheinen seltener zum Frühstück etwas zu trinken, dafür aber in den Pausen sich mit Flüssigkeit zu versorgen.
  • Immerhin 4% geben an, nie etwas während des Vormittags zu trinken.
  • In der Mittagspause ist es üblich, etwas zu trinken.
  • Auch am Abend wird üblicherweise etwas getrunken.
  • Die meisten unserer Mitschüler trinken deutlich zu wenig.
  • Bei den 14 bis 15-jährigen geben die Burschen an, sehr viel zu trinken. Hier scheinen vor allem die Mädchen zu wenig zu trinken.
  • Bei den anderen Gruppen ist die Verteilung in etwa gleich.


Es blieb aber nicht nur bei der Untersuchung, sondern es wurde auch versucht praktische Lösungen und Alternativen anzubieten. So ist bereits in einigen Klassen eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser in Form einer Trinkstation eingerichtet, wo jeder Schüler und jede Schülerin seinen/ihren eigenen Trinkbecher stehen hat und selbst gemachter Saft getrunken werden kann.

Den SchülerInnen hat das Projekt großen Spaß gemacht und auch außerhalb der 8. Schulstufe fand das Projekt großen Anklang.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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