Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

PROJEKT - WASSER.ZEICHEN: Wie Bildung und Beteiligung in Fluss kommen

Auf dem Weg zum Ziel – der Renaturierung der Großen Mühl – spielt die Kunst als Impulsgeberin für positive Aktivierungs- und Veränderungsprozesse in der ansässigen Bevölkerung eine zentrale Rolle.

Überblick

Das natürliche Fließen der 60km langen Flussstrecke im österreichischen Mühlviertel ist seit 1924 durch eine Staumauer in Neufelden unterbrochen. Nur ein kleiner Bruchteil der ursprünglichen Wassermenge gelangt nach der Staumauer in den verbleibenden 10km langen Abschnitt. Seitdem zieht ein schmaler Strömungsstrich durch die einst stark Wasser führende Schluchtstrecke.

Ziel war es nun, auf Initiative des Künstlers Joachim Eckel, die Menschen der Region an der Mühl zu einer Partizipation an dem Fluss-Projekt zu bewegen um folgende zwei Ziele umzusetzen.
  • Erhöhung der Restwasserabgabe an der Staumauer in Neufelden
  • Renaturierung der Großen Mühl unterhalb des Stauwehrs

Schöpferkraft

Da Flüsse immer wieder Energiespender für die Bevölkerung darstellen sind sie auch Basis für menschliche Interaktion. Das Projekt WASSER.ZEICHEN stellt diese Interaktion an den Beginn eines Prozesses und schafft mit dem Ritual der Wasserschöpfung ein gemeinsames Fundament der Bewusstwerdung und Identifikation der regionalen Bevölkerung. Weiters stellt sie einen Nährboden für weitere Projekte, wie z.B. in der Umweltbildung, dar.

350 Menschen nahmen mit großer Begeisterung an der „Gemeinsamen Schöpfung“ teil und schöpften gleichzeitig an 60 verschiedenen Stellen jeweils 10 Liter Mühlwasser in dafür vorgesehene Behälter. Ausgestellt im Lagerhaus Neufelden erinnern die Gefäße die Beteiligten an „ihren Fluss“ sowie an diesen gemeinsamen Akt und die damit verbundene Schöpferkraft.


Die Basis für eine positive Umsetzung wurde gelegt.

Das Vorhaben, die Bevölkerung für das Projekt zu begeistern sowie die Bewusstwerdung für den Fluss an sich zu aktivieren, wurde in jedem Fall erreicht und liefert nun die benötigte Energie weitere Schritte setzen zu können.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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