Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

VS Blaindorf: Visionen einer Schule zum Wohlfühlen

Verschiedene bauliche Veränderungen wie z.B. ein neuer Eingang waren für die VS Blaindorf notwendig geworden. Der Anlass wurde daraufhin gleich genutzt, um gemeinsam mit den Kindern Räume zu schaffen, die auch die Bedürfnisse und Wünsche der SchülerInnen berücksichtigen.  Die Volksschule ist Hauptpreisträger beim Wettbewerb 'Ökologisierung von Schulen', 1999.

Ausgangssituation

Zum Zeitpunkt des Projektes war die Schule dabei, sich neu zu definieren. Der Eingang sollte verlegt und neu gestaltet werden. Garderoben für die Kinder und ein Zimmer für die LehrerInnen wurden gebraucht.
Ein Fortbildungsseminar zum Thema Raumwahrnehmung bewog Fr. Dir. Gruber dazu, mit einer Architektin gemeinsam die Kinderbedürfnisse unter die Lupe zu nehmen.

Ziel

Antworten auf folgende Fragen:
Was wollen wir in unserer Schule alles tun?
Was davon machen wir allein, zu zweit, in Kleingruppen oder alle gemeinsam?
Wo sind die verschiedenen Betätigungen möglich?
Wie soll es dort sein?

Arbeitsprozess - Was ist passiert?

Wege wurden untersucht und gekennzeichnet, um Bereiche für Verkehrswege, Garderoben, Kommunikationsberreiche und Ruhezonen herauszufinden und anschaulich zu machen. Der Eingang sollte dem Eintretenden einen schönen Empfang bieten und gleichzeitig eine Übergangszone zwischen draußen und drinnen sein, die auch bewohnt und belernt werden konnte. Für den Schulweg waren Kennzeichen zur Orientierung und Sicherung gefragt.
Wichtig war es auch, sich irgendwo ausstrecken zu können oder mit ein paar FreundInnen den LehrerInnenblicken zu entschlüpfen.

Es wurde viel gemessen und probiert:
Größe für die Garderobe, Höhe, Breite etc.
Wie hoch ist eine Stufe, die angenehm zu gehen ist?
Wann ist eine Decke hoch genug und wann habe ich das Gefühl, sie fällt mir auf den Kopf?
Wie kann ich vor dem Ruheberreich eine Bremse einbauen, damit dort nicht alle rennen?
... und vieles mehr!

Ein gemütliches LehrerInnenzimmer sollte auch entstehen, das eine Küchenzeile enthielt für Kochunterricht in der Kleingruppe und weihnachtliches Keksebacken.
Als Verbindung zum Kinderberreich (den die LehrerInnen nur in Ausnahmefällen betreten dürfen!) wurde ein Schau-Fenster geplant, das einen kleinen Einblick zulässt.

Ergebnisse

Die Kinder zeichneten ihre Ideen in einen großen Plan, den Fr. DI Schwarz, die Architektin, vorbereitet hatte, und überzeugten damit sogar den Gemeinderat! Es durfte gebaut werden!


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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