Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Der Wahrheit auf der Spur. Was steckt wirklich in unseren Lebensmitteln?

Welche Ideen stecken hinter dem Projekt?

In den letzten Jahren nahm die Anzahl der Marken und Gütesiegel auf dem Lebensmittelsektor rasant zu. Die Konsumenten werden damit nicht nur überfordert, sondern zunehmend auch getäuscht. Obwohl bei persönlichen Kaufentscheidungen der Wunsch nach regionalen Erzeugnissen stark im Zunehmen begriffen ist, können beim Einkauf hochwertige Produkte oft nur schwer von minderwertigen unterschieden werden.

Zielsetzungen

Ausgehend von der Frage „Was steckt wirklich in unseren Lebensmitteln“ versuchten die Schülerinnen einen Vergleich zwischen heimischen, bäuerlich produzierten Lebensmitteln und industriell hergestellter Ware anzustellen. Ziel war es, den Wert bäuerlich produzierter Lebensmittel herauszuarbeiten und die Ergebnisse Personen näher zu bringen, die nicht unmittelbar mit landwirtschaftlichen Strukturen vertraut sind.

Projektablauf

Im Focus standen vier Produkte: Schinken, Brot, Kernöl und Eis. Es wurden Vergleiche hinsichtlich Herstellungsverfahren, Wertschöpfung für die heimische Landwirtschaft, Inhaltsstoffe, Preis, Geschmack, Kennzeichnung und der CO2- Bilanz angestellt. Bei den Zielgruppen handelte es sich einerseits um KonsumentInnen, andererseits um JungköchInnen. Dabei wurde vor allem das Wissen über Lebensmittelimitate und Lebensmittelkennzeichnung eruierten. Weiters wurde ein Workshop für JungköchInnen in der Berufsschule Bad Gleichenberg organisiert, um sie für die Verwendung heimischer, bäuerlicher Produkte zu sensibilisieren und sie zur Deklaration der Bezugsquellen auf der Speisekarte zu motivieren.

Ergebnis /Ausblick

Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden bei einer Agrarkreissitzung der Landjugend Steiermark und in der eigenen Schule präsentiert. Die Workshops waren sicherlich sowohl für die Projektklasse aus auch für die Zielgruppen ein Denkanstoß für den nächsten Einkauf.

Begründung der Kommission

Die SchülerInnen der HLA für Ernährungswissenschaften haben wie gewohnt gründlich gearbeitet. Bei dem Projekt wirken die Unterrichtsprinzipien Gesundheit, Umwelt- und Konsumentenbildung zusammen und es wirkt nachhaltig auf das Kaufverhalten.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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