Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Take a seat

Welche Ideen stecken hinter dem Projekt?

SchülerInnen im Alter von 10 – 14 Jahren verbringen durchschnittlich 30 Stunden pro Woche mit Unterricht, meist sitzend an einem Tisch. Bewegung spielt nur in den wenigsten Fächern eine wesentliche Rolle. Die Folgen von zu wenig Bewegung und falschem Sitzen sind bei Jugendlichen sichtbar und spürbar. Konzentrationsstörungen, Übergewicht und Haltungsschäden sind unübersehbar und in hohem Maß im Zunehmen. Der Schule, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet ist, ist es besonders wichtig, sich intensiv mit SchülerInnen- und LehrerInnengesundheit auseinander zu setzen.

Zielsetzungen

Damit Unterricht optimal gelingen kann, sollte es möglich sein, die passenden Lernformen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse anzubieten und dafür den optimalen Platz in der Schule zu finden. Aber auch für die Pausen sollte ein kommunikationsfreundlicher Rahmen mit den verschiedensten Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen.

Projektablauf

Durch Vorträge der Schulärztin zum Thema 'Richtige Haltung' wurde das Projekt gestartet. Sie gab Tipps für korektes Sitzen und zeigte praktische Übungen. Dann kontrollierten die LehrerInnen, inwieweit die Kinder ihrer Größe entsprechende Arbeitsplätze hatten und korigierten die Zuteilung, wo es nötig war. Dank der Eltern konnten Sitzbälle und Sitzkissen angeschafft und im Unterricht erprobt werden. Ein Rotationsmodell ermöglichte die Nutzung der neuen Materialien in allen Klassen. Außerdem bauten und planten die SchülerInnen im Wahlfach 'Medien-Technik-Umwelt' Sitzhocker aus Wellpappe. Neue Sitzsäcke wurden von den SchülerInnen besonders gut angenommen und dienen nun der Erholung in den Pausen. Ein 'meeting point' lädt zum 'Lümmeln' und 'Quatschen' ein.

Ergebnis /Ausblick

Die SchülerInnen waren für das Gesundheitsthema gut zu motivieren. Sie fühlten sich ernst genommen und engagierten sich, gemeinsam mit vielen Eltern, auch in ihrer Freizeit. Aufgrund des Erfolges wird das Projekt fortgesetzt, Ideen dafür wurden bereits gesammelt. So sollen etwa auch Eltern beim Bau von Sitzgelegenheiten aktiv eingebunden werden und ein/e PhysiotherapeutIn soll an die Schule eingeladen werden.

Begründung der Kommission

Das Gesundheitsprojekt wurde von der gesamten Schulgemeinschaft getragen und es besteht bei allen Beteiligten der Wunsch es fortzusetzen. Mit Hilfe der Anleitungen zur Projektplanung, -durchführung und der Erfahrungsberichte, ist das Konzept auch auf andere Schulen gut übertragbar.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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