Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Behinderungen

Welche Ideen stecken hinter dem Projekt?

An der Schule gibt es bereits seit Längerem Integrationsklassen. Nun sollten aber auch gerade die Kinder, die keine derartige Klasse besuchen erfahren, wie die behinderten Kinder in der Schule unterrichtet werden, Ängste und Vorurteile sollten abgebaut werden.

Zielsetzungen

Die Kinder sollten erfahren, welche Behinderungen es gibt, welche Probleme im täglichen Leben damit verbunden sind, aber auch welche Hilfsmittel das Leben mit einer Behinderung erleichtern können. Durch den Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen sollten sie die Bedeutung von Integration als wichtigen Bestandteil des sozialen Miteinanders erkennen.

Projektablauf

Nach einer Einführung ins Thema wurde mit Schwerpunktworkshops gestartet. Die Kinder konnten ausprobieren, wie man trotz Beeinträchtigungen Aufgaben bewältigt. Wie ist es, mit nur einem Arm zu klettern? Wie überwindet man Hindernisse mit Krücken? Wie hört sich die Stille (durch Ohropax) an? Wie schreibt man ohne Hände? Wie funktioniert Gebärdensprache, wie die Blindenschrift? Was für Brettspiele gibt es für Blinde? Bei einem Lehrausgang wurde festgestellt, wie behindertengerecht der 7. Bezirk ist. Charakteristische Punkte wurden in einem Plan festgehalten und ein Bericht verfasst. Besuche von Werkstätten verdeutlichten die Produktivität behinderter Menschen. Die Ergebnisse des Projektes wurden zum Abschluss allen Klassen aber auch den Eltern bei einer Ausstellung präsentiert.

Ergebnis/Ausblick

Das Bearbeiten dieser speziellen Thematik stellte das Projektteam bereits in der Vorbereitungsphase vor erhebliche Schwierigkeiten, da es keinerlei altersadäquaten Materialien zum Thema Behinderungen gibt. Aus diesem Grund wurden die Informationen und Materialien vom Projektteam größtenteils selbst erstellt. Die beiden Projektwochen wurden von allen Beteiligten als große Bereicherung empfunden. Durch die zahlreichen ReferentInnen konnten sie erkennen, dass Menschen mit einer Behinderung den Alltag auf ihre ganz spezielle Weise bewältigen. In einer Gesellschaft, in der Menschen mit einer Behinderung häufig als Belastung und nicht als vollwertige Mitglieder gesehen werden, sollte dieses Thema in den Schulen vermehrt behandelt werden.

Begründung der Kommission

Ausgehend von der Lebenswelt der SchülerInnen einer Schule mit Integrationsklassen, wurde das Thema aus vielen Perspektiven betrachtet. Durch die persönlichen Erfahrungen und das aktive Tun konnten Vorurteile reduziert und Verständnis aufgebaut werden.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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