Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Mischkulturengarten im Schulgarten

Welche Ideen stecken hinter dem Projekt?

Die Vermittlung von Inhalten durch experimentierendes Lernen wird an der Landhauptschule Niederndorf schon seit längerem praktiziert. Der Unterricht bekommt so einen neuen Stellenwert und die SchülerInnen erleben die Lehrperson als PartnerIn. Die Schule wird dadurch nicht mehr als Institution erlebt, sondern als Erlebnisraum für Lebensbewältigung und Lebensqualität.

Zielsetzungen

Im 2.000m2 großen Schulgarten gibt es neben Obst- und Beerenobstkulturen auch ein Feuchtbiotop, eine Sämlingsanlage, einen Mischkulturengarten, eine Kräuterspirale und Kompostanlagen. Ziel dieses Projekt war es, mit möglichst vielen freiwilligen SchülerInnen und Eltern eine besondere Versuchsreihe durchzuführen.

Projektablauf

Zunächst wurden Gruppen gebildet und Beete zugeteilt. Freiwillige SchülerInnen und Eltern teilten sich die Betreuung des Gartens und legten Versuchsbeete an. Zahlreiche Gemüsesorten und Kräuter wurden in unterschiedlichen Kombinationen angebaut und gepflegt. Dabei konnte beobachtet werden, welche Pflanzen sich „gegenseitig mögen“ und welche nicht. Dem „Schnecken-problem“ wurde mit Laufenten begegnet, die teilweise in Brutkästen in der Schule selbst ausgebrütet wurden.

Ergebnis /Ausblick

Das Projekt war nicht nur aus gärtnerischer Sicht ein voller Erfolg. Die Produkte aus dem Schulgarten (Kräutertee, Gewürze, Kräutersalze, Pflanzennachzucht und Ableger) berreichern nun das Buffet von Schulveranstaltungen. Das Projekt stellt so einen erfolgreichen Zusammenhang zwischen Schule und Leben dar. Begeisterte Eltern berichten von ihren Töchtern und Söhnen, die sich plötzlich im eigenen Garten engagieren. Die Nachhaltigkeit des Projektes kann daran gemes-en werden, wie sehr Familien der Region ihre Vorgärten verändern, eine Garten- und Kräuterkultur entwickeln und aktiv das Umfeld gestalten.

Kommentar der Kommission

Das gut strukturierte Gesamtprojekt bot den Schülerinnen und Schülern viel Freiraum und Gestaltungsmöglichkeiten. Beeindruckt hat die Öffnung nach außen und die Integration vieler Eltern von SchülerInnen. Die klaren Strukturen in der Projektarbeit garantieren die langfristige Implementie-rung in der Gemeinde. Überdies ist die Projektdokumentation durch nützliche Tipps für die Umsetzung im eigenen Garten „gewürzt“.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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