Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

"check den Zeck" reloaded

Welche Ideen stecken hinter dem Projekt?

Im Vorjahr wurde das Projekt 'check den Zeck' erfolgreich an der Schule durchgeführt. Dabei wurden Zecken auf das Vorhandensein der humanpathogenen Ereger für Boreliose und FSME untersucht. Bereits damals stellte sich die Frage, ob Zecken auch andere Krankheitsereger übertragen können. Darauf sollte im Freifach Gen- und Biotechnologie in Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien näher eingegangen werden.

Zielsetzungen

Babesia divergens ist ein derartiger Parasit, der bei Rindern eine gefährliche Infektionskrankheit hervorufen kann. Die Schülerinnen und Schüler wollten herausfinden, ob im schulnahen Wald Zecken vorkommen, die mit Babesien infiziert sind. Die Ergebnisse sollten dazu beitragen, Babesiose bei Rindern schneller zu diagnostizieren und behandeln zu können. Unter Anleitung von ExpertInnen wurde das Projekt geplant und durchgeführt.

Ergebnis

Von den 621 gesammelten und untersuchten Zecken wurden bei 5 Proben Babesia divergens nachgewiesen. Während im Osten Österreichs bereits mehr als 3% aller untersuchten Zecken infiziert sind, konnten die SchülerInnen mit ihren Untersuchungen zeigen, dass die Infektionsgefahr im Flachgau noch gering ist.

Begründung der Kommission

Die Projektarbeit an der HBLA Ursprung findet permanent und auf höchstem Niveau statt. Jährlich werden beim Bildungsförderungsfonds originelle Fragestellungen eingerreicht und wissenschaftlich abgehandelt. Die Schule hat ein gut ausgestattetes Labor, ausgezeichnete Lehrerinnen und Lehrer – so arbeitete Frau MMag.a Dr.in Edith Oberkofler vor ihrer 'Schulkariere' lange an einem molekularbiologischen Institut an der Universität Salzburg, für sein Stevia-Projekt wurde Her Dr. Konrad Steiner kürzlich mit Teachers Award von der Industriellenvereinigung ausgezeichnet – und eine Direktion und LehrerInnen, die Verständnis für diese Ar-beit aufbringen.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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