Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Aggression gegen sich selbst und gegen andere – ein SchülerInnenkongress

Welche Ideen stecken hinter dem Projekt?

Zur Aufarbeitung des Themas führten unterschiedliche Beweggründe, wie die Darstellung von konkreten Anlassfällen in den Medien (z.B. Komatrinken), der gesellschaftliche Umgang mit psychischen Erkrankungen und die primäre Prävention.

Zielsetzungen

Ziel des Projektes war es, alle SchülerInnen der BHAK/HAS Judenburg auf diese Themen aufmerksam zu machen, sie für gewisse Verhaltensmuster zu sensibilisieren und ihre Wahrnehmung zu schärfen, und allen Beteiligten das Vertrauen zu geben nicht allein mit ihren Problemen dazustehen.

Projektablauf

Die Veranstaltung stellte den Höhepunkt einer arbeitsintensiven Woche dar. Die SchülerInnen der 4. Klasse setzten sich in Worshops mit drei Themenkreisen auseinander. Von Streetworkern der Lebensberatung Judenburg und von einem Mediziner in die Themen eingeführt, erarbeiteten sie die Problematik Selbstverletzendes Verhalten, aggressives Verhalten, Alkoholmissbrauch bis hin zum „Kampftrinken“ und agierten dann als Peers in allen Klassen. Durch Brainstorming, Rollenspiele und Kissenschlachten regten die Peerts zum Nachdenken und zum Gestalten von Plakaten an, von denen die besten beim Kongress prämiert wurden.

Den Höhepunkt des Projektes stellte dann der Kongress selbst dar. Als Referenten konnten die zwei Kinder- und Jugendpsychiater Dr. med. Paul Plener (Selbstverletzendes Verhalten) und Dr. Gerhard Libal (Aggressive Verhaltensstörungen – Vom Gehirn in den Knast und zurück) und der Psychologe und Alkoholpräventionsspezialist Dr. Alfred Uhl („Kampftrinken“) gewonnen werden. Sie erklärten die medizinischen, psychologischen und gesellschaftlichen Hintergründe und unterstrichen ihre Aussagen mit einer großen Fülle an beeindruckendem Bildmaterial und standen für Diskussionen zur Verfügung.

Ergebnis /Ausblick

Dieser Schülerkongress war ein mutiger Schritt in die richtige Richtung, dem noch andere folgen müssen, aber auch ein beeindruckendes Zeugnis dafür, dass eine Großveranstaltung dieser Art gelingen kann.

Begründung der Kommission

Bei diesem Projekt beeindruckte vor allem die originelle Idee einen SchülerInnenkongress zu veranstalten und die interdisziplinäre Aufarbeitung des wichtigen Themas.


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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