Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Grätzlbelebung durch Neugestaltung des Schulvorplatzes

Idee

Mit der Neugestaltung Ihres Schulvorplatzes nahmen sich die SchülerInnen des BRG Kandlgasse viel vor! Ein Kommunikationsort für SchülerInnen und die BewohnerInnen des Grätzls sollte entstehen. Dies war natürlich nur durch die Beteiligung aller möglich.

Umsetzung

Anfang des Jahres 2003 wurden im Rahmen des Projektunterrichts verschiedene Ideen zur Verbesserung der näheren Umgebung der Schule gesammelt und diskutiert. Der Vorschlag, den Vorplatz der Schule umzugestalten, eregte besonders großes Interesse. Nach der Entwicklung erster Projektvorschläge durch die SchülerInnen wurden diese im Rahmen eines Auftaktfestes des Agenda 21-Büros im 7. Wiener Gemeindebezirk im Herbst 2003 präsentiert. Einige der SchülerInnen investierten viel Zeit und Arbeit in die Weiterentwicklung ihrer Ideen. Schließlich erhielten sie im Frühjahr 2004 von der Umwelt- und Verkehrskommission des Bezirks erste positive Rückmeldungen zum Projekt.
Im Zeitraum Jänner bis April 2004 bereiteten die SchülerInnen und LehrerInnen mit Unterstützung des Agenda Büros in mehreren Treffen die AnrainerInnen-Beteiligung vor. Ziel war die Organisation eines gemeinsamen großen AnrainerInnen-Forums, in dessen Rahmen, das Projekt mit den BewohnerInnen diskutiert werden sollte.
Bei dem von der agenda wien sieben moderierten Forum im April 2004, fand das Projekt große Zustimmung bei den ca. 70 anwesenden TeilnehmerInnen, was nicht zuletzt auf das große Engagement der SchülerInnen zurückzuführen war.
In weiterer Folge präsentierten die SchülerInnen und LehrerInnen ihr Projekt mit Unterstützung des Agenda-Büros bei verschiedenen Veranstaltungen. Im Sommer 2004 wurde mit den Bauarbeiten zur Neugestaltung des Schulvorplatzes begonnen. Die verkehrstechnischen Umbauarbeiten sowie erste Neugestaltungs-Schritte wurden im Herbst 2004 durchgeführt, im Frühjahr 2005 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Hintergrund

Die „großen Pausen“, eigentlich zur Erholung gedacht, erfreuen sich bei vielen SchülerInnen keiner besonderen Beliebtheit, denn dort finden die meisten Unfälle und aggressiven Körperkontakte statt. Oft macht sich einfach nur Langeweile breit.
Pausenprobleme sind oft die Folge falscher Organisation oder Anregungsarmut des Pausengeländes. Die traditionelle Pausenhof- und Schulvorplatzgestaltung ist nicht an den Bedürfnissen der SchülerInnen orientiert. Noch weniger Erholungsmöglichkeiten bieten die „Regenpausen“ in Klassenräumen oder Schulfluren. Damit die Pausen tatsächlich ihren Zweck erfüllen können, sollte mit Beteiligung der SchülerInnen eine ihren Bedürfnissen entsprechende und auch von den Lehrkräften als angenehm empfundene Aufenthalts- und Pausenqualität erarbeitet werden.

Kooperationspartner

agenda wien sieben – Büro
Seidengasse 13
1070 Wien
Tel.: 01/5236105-47
office@agenda-wien-sieben.at
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Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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