Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Grünoase Schule

Idee

SchülerInnen und LehrerInnen der 3. Klassen gestalten ihren Schulhof zum Wohlfühlen.

Ziel

Lernen, Verantwortung für die eigene Gesundheit und für die Umwelt zu übernehmen
Lernen, die Bedeutung von Pflanzen und Tieren für das Wohlbefinden des Menschen wahrzunehmen
Lernen, dass auch mit geringen Geldmitteln viel erreicht werden kann

Umsetzung

Die Projektplanung ging von der Schulgartengruppe (15 SchülerInnen) und der Lehrerin, die diese Gruppe leitete, aus. In der ersten Projektbesprechung, die während der unverbindlichen Übung „Schulgarten“ stattfand, beschloss die Gruppe mehrheitlich, alle SchülerInnen der Schule in das Projekt einzubinden.
Im BE-Unterricht teilten die SchülerInnen der Gartengruppe an alle Kinder der Schule kopierte und auf A3-Format vergrößerte Pläne vom Schulgrundstück aus. Sie schilderten ihren MitschülerInnen das Projekt und forderten sie auf, in die Pläne ihren Traumschulgarten einzuzeichnen.
Die Auswertung der Vorschläge erfolgte nach den drei Gesichtspunkten: Biologie, Sport und sonstige Wünsche. In Diskussionsrunden wurden unrealistische Wünsche gestrichen und realisierbare herausgearbeitet.
Im Frühjahr 2003 begann die Umsetzung. Mit Unterstützung bauten die SchülerInnen ein Bohnentipi, ein Nützlingshotel und eine Steinmauer, bastelten Nistkästen und Ohrwurmhäuser und malten Bodenmarkierungen für Streetball-Spielfelder.
Durch das beherzte Engagement einer Lehrerin konnten die finanziellen Mittel aufgestellt werden. Sie erreichte, dass eine Tischlerei und das Forstamt kostenlos Material zur Verfügung stellten (Holz für das Nützlingshotel, das Bohnentipi und die Nistkästen) und der Elternverein der Schule dem Projekt Geldmittel zukommen ließ.
Im Jahr 2004 gelang es in Kooperation mit der Berufsschule Mattersburg, welche Spengler und Installateure ausbildet, einen Trinkbrunnen für den Schulhof zu bauen. Im gleichen Jahr reichte die Schulleitung das Projekt beim Bildungsförderungsfonds des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein. Erst die bewilligte Förderung ermöglichte die Kooperation mit der Berufsschule Mattersburg und damit die Erhaltung des Trinkbrunnens für den Schulhof.
Im BE-Unterricht zeichneten die SchülerInnen nun ihren Wunschtrinkbrunnen. Ein Siegermodell wurde ausgewählt und auf einen großen Plan gezeichnet, der in weiterer Folge den BerufsschülerInnen der Mattersburger Berufsschule bei einem dortigen Besuch überreicht wurde. Die Spengler der Berufsschule fertigten die Seitenwände des Brunnens an, welche im Anschluss von SchülerInnen der OKMS bemalt wurden. Alle SchülerInnen hatten auch hier wieder die Möglichkeit, Vorschläge für die Motive abzugeben. Die Siegerbilder wurden von der Schulgartengruppe ausgewählt. Die Montage und Installation des Brunnens erfolgte durch die Installateurlehrlinge der Berufsschule, die SchülerInnen der OKMS halfen mit. Mit finanzieller Unterstützung der Bezirksvorsteherin konnte 2004 darüber hinaus auch das Vorhaben, Trittsteinplatten als Weg zu den Streetball-Körben anzulegen, umgesetzt werden.

Über das Projekt wurde im Bezirksblatt und im Kinderkurier berichtet. Zudem wurde es während einer Konferenz und beim ÖKOLOG-Abschlussevent präsentiert.

Hintergrund

Die Orte, wo sich Kinder und Jugendliche treffen, werden oft von Erwachsenen geplant. Auf die Bedürfnisse der jungen Menschen wird dabei häufig nur wenig eingegangen.
Schulen bieten ein ideales Umfeld, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich selbst aktiv in die Gestaltung ihres Umfeldes einzubringen.

Lesen Sie hier mehr zur Methode:  Bilder malen

Kooperationspartner

Berufsschule Mattersburg
Bahnstraße 41, 7210 Mattersburg
Tel.: 02626/62275
sekretariat@bsma.at


Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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