Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

So funktioniert die Sprechmühle

Foto: VS 2 Spittal/Drau
© Foto: VS 2 Spittal / Drau
Diese Methode dient der Sensibilisierung gegenüber dem durch die Fragen der Spielleiterin oder des Spielleiters definierten Thema.


Ablauf der Sprechmühle

Erforderlich ist ein/e SpielleiterIn, der/die sich inhaltlich auf das Thema, für das ein Einstieg gesucht wird, vorbereitet hat. Hierfür werden geignete Fragen zum Thema benötigt. An der Sprechmühle können 15 oder mehr TeilnehmerInnen mitmachen. Die Übung bringt einen mehrfachen Wechsel von Musik- und Gesprächsphasen. Für die Musikphasen ist ein CD- oder Kassettengerät mit geeigneter Musik erforderlich; die Musik kann aber auch life hergestellt werden. Die Übung dauert 15 bis 25 Minuten plus Nachbesprechungszeit.

Nach der Begrüßung und der Klärung von Organisationsfragen kann die Sprechmühle folgendermaßen eröffnet werden:
  • Der/Die SpielleiterIn fordert alle auf, sich auf einer freien Fläche z.B. dem Klassenraum zu versammeln und erläutert kurz die neue Methode.
  • Der/Die SpielleiterIn stellt ein Musikkassettengerät mit der ausgewählten Musik an und fordert alle ÜbungsteilnehmerInnen auf, gemächlich durch den Raum zu schlendern und sich langsam dem Rhythmus der Musik hinzugeben.
  • Nach vier oder fünf Minuten - wenn alle TeilnehmerInnen gut durcheinandergewirbelt sind – wird die Musik abgeschaltet und jeder der TeilnehmerInnen sucht sich eine Person, die er/sie noch am wenigsten kennt! Beide sind für die nächsten fünf Minuten GesprächspartnerInnen! Der/Die SpielleiterIn formuliert eine Frage, anhand derer die Zweiergruppe entscheiden kann, wer der/die zunächst drankommende PartnerIn A und wer PartnerIn B ist, z.B.: 'PartnerIn A ist diejenige, die heute morgen früher aufgestanden ist.'
  • Die erste inhaltsbezogene Frage wird von dem/der SpielleiterIn gestellt. Je nachdem, ob PartnerIn A oder B beginnt, die Frage zu beantworten, ist der/die jeweilig andere PartnerIn ZuhörerIn und sollte keine Zwischenrufe oder Rückfragen machen. Es sollten für drei Minuten Stille und Aufmerksamkeit herschen. Meistens entsteht nun auf der Stelle ein Gemurmel im Raum. Die Lautstärke reguliert sich von selbst. Spätestens wenn das Gemurmel nachlässt (ca. nach 2-5 Minuten), ist es Zeit für den Tausch der Rollen.
  • Nach weiteren zwei bis drei Minuten stellt der/die SpielleiterIn die Musik wieder an. Die GesprächspartnerInnen verabschieden sich voneinander und alle gehen wieder in die Raummitte. Eine neue Sprechmühlenrunde mit neuen Fragen beginnt.


Je nach Thema, Zeit und TeilnehmerInneninteresse empfiehlt es sich, drei bis vier Durchgänge zu machen. Wichtige bzw. offene Fragen können von den TeilnehmerInnen notiert werden und können in nachfolgenden Unterichtsstunden in einem größeren Forum besprochen bzw. diskutiert werden.
 

Quelle

 Carl von Ossietzky Universität Oldenburg - Sprechmühle
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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