Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

So funktioniert die Denkhüte-Methode

Sinn der Denkhüte-Methode ist es, dass alle TeilnehmerInnen an einer Diskussion ein und dasselbe Problem aus verschiedenen -- vorgegebenen -- Positionen heraus betrachten. Die unterschiedlichen Denkstile werden durch verschiedenfärbige Denkhüte charakterisiert.

Weißer Hut: Der/Die mit dem weißen Hut konzentriert sich auf das vorhandene Datenmaterial. Die Informationen sollen auf den Inhalt überprüft werden. Was kann man daraus lernen? Informationslücken sollen wenn möglich gefüllt werden und bereits vorhandenes Wissen soll mit dem vorliegenden Material in Zusammenhang gebracht werden.

Roter Hut: Der/Die mit dem roten Hut benutzt Intuition, Bauchgefühl und Gefühle beim Betrachten von Problemen, versucht sich auch vorzustellen, wie andere Menschen emotional reagieren könnten.

Schwarzer Hut: Der/Die BesitzerIn des schwarzen Hutes betrachtet alle negativen Aspekte der Entscheidung. Dies soll sehr sorgfältig geschehen, weil die schwachen Punkte des Plans beleuchtet werden sollen. Der/Die Schwarzhut-BesitzerIn darf die Schwachpunkte eliminieren, verändern oder Unterstützungsmaßnahmen entwickeln, die ihnen entgegenwirken. Das „Schwarzer-Hut“-Denken ist einer der wirklichen Vorteile dieser Technik. Schweirigkeiten werden schon im Vorfeld erkannt und man kann sich darauf einstellen.

Gelber Hut: Der gelbe Hut heißt: positiv denken. Es ist der optimistische Standpunkt, der hilft, die Vorteile und den Wert einer Entscheidung zu sehen.

Grüner Hut: Der grüne Hut steht für Kreativität. Kreative Lösungen für das Problem sollen entwickelt werden. Es ist eine freie Art des Denkens, bei der es wenig Kritik an Ideen gibt.

Blauer Hut: Dieser Denkstil steht für „Prozesskontrolle“. Diesen Hut trägt der/die Vorsitzende. Jenachdem, wie die Diskussion verläuft, kann der/die Vorsitzende die unterschiedlichen 'Hüte' zur Stellungnahme bitten. Der blaue Hut ist schwierig zu handhaben und wird nicht immer eingesetzt. Im Zweifelsfall sollte diese Rolle von der Lehrperson übernommen werden.
 

Zum Weitersurfen

 Infostelle Kinderpolitik: Denkhüte-Methode
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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