Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Google Earth – selbst gemacht

Auf Google Earth kann man sehr einfach eigene Anwendungen, wie sie tw. unter  Links zur Verwendung von Google Earth im Untericht beschrieben wurden erstellen. Hier wird ein Beispiel anhand eines Kleinkraftwerksprojektes (das gänzlich fiktiv ist!) beschrieben.


Die technischen Grundlagen

In Google Earth kann man viele Informationen eintragen. Folgende Eintragungen sind recht einfach entweder vom Menü ausgehend oder indem man mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag im Bereich „Orte“ klickt (siehe Abildungen unten) möglich. Foto: Google EarthOrdner – ein Ordner ist der „Startpunkt“, unter dem alle Eintragungen erfolgen:

Ortsmarken – sind Markierungen an bestimmten Orten

Pfade – Linien, die in fast beliebiger Form erstellt werden können

Polygone – beliebige Flächen


Modelle – fortgeschrittenere Möglichkeit (hier nicht erläutert)

Foto: Google Earth
Fotos – es ist möglich ein Foto an eine gewisse Stelle zu geben

Bild-Overlay – man kann Bilder auf die Oberfläche legen und daran anpassen

Auch kann man einen „Netzwerk-Link“ eintragen – diese Möglichkeit wird hier ebenfalls nicht beschrieben.


Beispiel


Schritt 1: Einen Ordner mit dem Namen der Anwendung einrichten

Hinweis: Der Name kann später – wie alle anderen Eintragungen auch – geändert werden.

Foto: Google Earth
Man klickt mit der rechten Maustaste auf „Meine Orte“, wählt „Hinzufügen“ und klickt auf Ordner“.










Es Foto: Google Earthöffnet sich ein eigenes Fenster, in dem man den Ordnernamen eingibt (hier: Google Earth – selbst gemacht!) und einen Text in der „Beschreibung“ unten. Wenn man mit den Eintragungen zufrieden ist, klickt man auf „OK“ (unten).

Der Ordner ist nun ganz unten (vor den „Temporären Orten“) sichtbar. Änderungen sind auch später möglich – siehe unten.


Schritt 2: Wichtige allgemeine Hinweise an dieser Stelle

Foto: Google EarthDie Eigenschaften ändern: Falls man Texte von Eintragungen (also nicht nur Ordnern, sondern von allen anderen Eintragungen wie z.B. Ortsmarken) ändern möchte, muss man mit der rechten Maustaste auf den zu ändernden Eintrag klicken und im Fenster „Eigenschaften“ wählen.





Foto: Google EarthMan kann die Sicht auf eine Eintragung einstellen – also in welchem Winkel, aus welcher Höhe usw. ein Eintrag sichtbar sein soll, wenn man auf ihn klickt.








Folgende Vorgehensweise ist zu wählen:

  1. Man stellt die Ansicht ein – Winkel, Entfernung usw.
  2. Man klickt mit der rechten Maustaste auf den einzustellenden Eintrag
  3. Im nun offenen Fenster wählt man „Screenshot-Ansicht“/„Aktuelle Ansicht übernehmen“ (neuere Versionen)
  4. Erledigt!

Hinweis: Falls man mit der Ansicht nicht zufrieden ist, kann diese immer wieder geändert werden!


Schritt 3: Eine Ortsmarke eintragen

Um eine Ortsmarke einzutragen muss man den entsprechenden Ort suchen und kann auch schon die Ansicht einstellen, die man für die Ortsmarke haben will. In unserem Fall suchen wir einen kleinen Stausee zu einem Kleinwasserkraftwerk in Oberöstereich aus. Nun klickt man auf den Ordner „Google Earth – selbst gemacht“ und wählt „Hinzufügen“ > „Ortsmarke“.
Folgende Schritte sind nun möglich:

  1. Man kann auf die Ortsmarke klicken und diese an den gewünschten Ort ziehen.
  2. Wie beim „Ordner“ kann man Namen (Stausee) und Information eintragen.

Foto: Google Earth
Weiters kann man auch noch folgende Einstellungen ändern, was aber aktuell nicht nötig ist:
Man kann das Aussehen der Ortsmarke ändern. Man kann Stil und Farbe der Ortsmarke ändern.


Ebenso die Ansicht (diese wurde in unserem Fall schon zuvor definiert). Außerdem kann man die Höhe der Ortsmarke ändern. Am besten lernt man den Umgang mit diesen Möglichkeiten, indem man es ausprobiert!


Schritt 4: Speichern und Zwischenspeichern

Sobald Foto: Google Earthman einen oder zwei Einträge hat, sollte die Arbeit gespeichert werden.~leer_39|Man klickt dazu mit der rechten Maustaste auf den Ordner, den man ganz zu Beginn angelegt hat. Nun wählt man „Ort speichern unter“.

Nun öffnet sich ein ganz normales „Datei speichern…“ Fenster und man speichert die Orte wie jede andere Datei.

Diese Prozedur sollte man regelmäßig wiederholen, denn Google Earth stürzt hin und wieder ab, wenn man Einträge vornimmt! In Fall des „Zwischenspeichern“ überschreibt man einfach die bestehende Datei oder gibt einen neuen Dateinamen an.

Hinweis:
Natürlich kann man alle Einträge, die man auch macht, wieder löschen. Wenn man also mit einem Eintrag wie einer Ortsmarke nicht zufrieden ist, klickt man mit der rechten Maustaste auf den Eintrag und wählt „Löschen“.


Schritt 5: Einen Pfad eintragen

In einem weiteren Schritt kann man einen Pfad eintragen. Im aktuellen Fall wäre es zum Beispiel interessant, den Weg des Druckrohres vom Stausee zum eigentlichen Kraftwerk einzuzeichnen. Dazu geht man am besten in die Draufsicht.

Nun klickt man mit der rechten Maustaste auf die Eintragung, unter der der Pfad eingetragen werden soll – man kann in unserem Fall wählen zwischen dem Ordner „Google Earth – selbst gemacht“ oder der Ortsmarke „Stausee“.

Nun benennt man den Pfad (Druckleitung) und klickt sich „entlang“ des Pfades – in unserem Fall dem Weg der Druckleitung. Die Punkte entlang des Pfades sind die Punkte, auf die geklickt wurde.

Man kann einzelne Punkte am Pfad auch nachträglich ändern, indem man auf den Punkt klickt und diesen dann zieht.

Wenn man mit dem Pfad zufrieden ist, klickt man auf „OK“.

Auch hier kann man natürlich weitere Änderungen machen, indem man mit der rechten Maustaste auf die Eintragung „Stausee“ klickt und dann auf „Eigenschaften“.

Hinweis 1: In unserem Fall wir „der Pfad“ blau und etwas dicker. Auch wird eine weitere Ortsmarke für das Kleinwasserkraftwerk eingefügt.

Hinweis 2: Falls man Schwierigkeiten haben sollte, Pfade einzuzeichnen, könnte es helfen, den Grafikmodus von Google Earth zu ändern. Dazu sind folgende Schritte nötig:
In der Menüleiste auf „Tools“ klicken, dort auf „Optionen“ – es öffnet sich ein Fenster und (falls nicht geöffnet) man wählt „3D-Ansicht“, dort findet man die Eintragung „Grafikmodus“ mit der Wahlmöglichkeit „OpenGL“ und „DirectX“. Im Normalfall nützt man „DirectX“, aber bei Problemen kann man auf „OpenGL“ umschalten bzw., falls gröbere Probleme bestehen, „Abgesicherter Modus“. Zur Ansicht sollte man später wieder auf „DirectX“ umstellen.


Schritt 6: Polygon hinzufügen

Man kann auch Flächen eintragen – also beispielsweise Bereiche, die wichtig sind. In diesem Fall wird der Bereich eines – absolut fiktiven(!) – neuen Stausees eingetragen. Folgende Schritte sind notwendig

Foto: Google Earth1. Mit der rechten Maustaste auf „Google Earth – selbst gemacht“ klicken und nun „Hinzufügen“ > „Polygon“ auswählen.
2. Den Bereich eintragen, indem man die wichtigsten Punkte des Bereichs auswählt – man sollte in eine festgelegte Richtung vorgehen.
3. Nun kann man Linie und Füllung – zu Beginn in Weiß – farblich ändern und auch die Transparenz in Prozent ändern.

Eine interessante Alternative ist es, in diesem Fall auch den Bereich wesentlich größer einzuzeichnen und dann die Höhe zu ändern – hier passt sich der Eintrag den Höhenschichtlinien in Google Earth automatisch an!

Dazu muss man in den Bereich „Höhe“ gehen – dort die Tiefe des Stausees eintragen (hier: 10 m) und auf „Seiten bis zum Boden verlängern“ klicken.

Wie beim „Pfad“ oben, sieht man auch weiterhin die Punkte, mit denen man das ursprüngliche Polygon eingetragen hat. Auf diese Punkte kann man klicken und sie verschieben.

Das Ergebnis der bisherigen Schritte kann man auch  hier herunterladen.


Weitere Möglichkeiten

Zudem gibt es noch weitere Möglichkeiten. Man kann noch folgende Eintragungen vornehmen:
  • Modelle kann man selber erstellen/einbinden oder auch nur ansehen. Die eigene Erstellung ist sicher eine „fortgeschrittene Möglichkeit“.
     Hilfeseiten von Google Earth zur Geomodellierung
  • Fotos sind eine recht interessante Möglichkeit eine Anwendung zu erweitern. Fotos kann man entweder aus dem eigenen Computer einbinden oder auch aus dem Internet. In beiden Fällen sollte das Bild nicht zu groß sein – entweder um die 'Google Earth .kmz-Datei' nicht zu groß werden zu lassen (falls das Bild vom eigenen Computer kommt) oder um die Ladezeit nicht zu lange werden zu lassen.
    Die Größe des Bildes sollte daher reduziert sein. Das Bild sollte möglichst als .jpg mit ca. 65–75 % Qualität und einer Größe von ca. 400 x 300 Pixel gespeichert sein oder im Internet liegen.
    Hilfeseiten von Google Earth zur Einbindung von Fotos
  • Bild-Overlay
    Bild-Overlays sind ebenfalls eine interessante Möglichkeit eine Anwendung zu erweitern. Auch hier sollten die Bilder klein gehalten werden.
     Hilfeseiten von Google Earth zum Einbinden von Bild-Overlays

Der Text in den Pop-ups:

In den Pop-ups zu den Eintragungen kann man unterschiedliche Arten von Texten einbauen. Grundsätzlich kann man jeden Text einbauen, wenn man den Text mit html-Code einträgt, kann man das Pop-up auch gestalten – z.B mit Bildern usw. Eine gewisse Kenntnis von html vorausgesetzt, kann man aber auch einen html-Code aus anderen Pop-ups kopieren und diesen für die eigene Anwendung adaptieren! Natürlich muss man darauf achten, dass man keine Copyrights verletzt.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-05

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