Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Befragung von ExpertInnen

Foto: ÖKOLOG
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Zu einem bestimmten Thema, einem Projekt oder Ähnlichem werden ExpertInnen in einem Gespräch von den SchülerInnen befragt um Tipps und Informationen („Experten-Know-how“) für das eigene Projekt zu erhalten oder um in lebendiger Form Fachinformationen zu bekommen. 
Die Methode eignet sich gut, wenn eine Gruppe bereits zu einem Thema gearbeitet hat, also selbst über ein gewisses Know-how verfügt und den SchülerInnen zahlreiche Fragen „unter den Nägeln brennen“.



Durchführung

  • Die Lehrkraft leitet die Veranstaltung mit wenigen Worten ein. Zudem gibt sie einen kurzen Überblick über den Ablauf und das Vorgehen.
  • Nun erhalten die ExpertInnen das Wort, stellen sich vor und leiten das Thema kurz (ca. 5-10 Minuten) aus ihrer Sicht ein.
  • Danach stellen die SchülerInnen ihre Fragen an die ExpertInnen. Dabei können sie sich an die vorher formulierten Fragen halten, aber auch neue formulieren.
    Jede Frage wird sofort beantwortet. Dabei achtet die Moderation darauf, dass die ExpertInnen auf die gestellte Frage eingehen und nicht in andere Gefilde abschweifen. Die TeilnehmerInnen haben das Recht nachzufragen, bis ihre Frage beantwortet ist.
  • Die Fragen und Antworten werden von der Moderation in Stichworten deutlich auf einer Wandzeitung oder auf Moderationskarten mitgeschrieben (Streifen für die Fragen, rechteckige Karten für die Antworten). Die beschriebenen Karten werden für alle sichtbar an die Pinnwände gehängt. So entsteht parallel ein Simultanprotokoll, das alle sehen können und das es leichter macht, immer wieder zum „roten Faden“ des Gesprächs zurückzufinden. Außerdem gehen so keine wertvollen Tipps und Ideen verloren.
  • Nach der Befragung entwickelt sich oft eine fruchtbare Diskussion, für die in jedem Fall Zeit eingeplant sein sollte.TippDie ExpertInnen sollten sich um eine kinder- und jugendgemäße Darstellung bemühen. Die Gefahr der Langeweile und Frustration besteht, wenn in langatmigem Fachchinesisch referiert wird.



Tipp

Die ExpertInnen sollten sich um eine kinder- und jugendgemäße Darstellung bemühen. Die Gefahr der Langeweile und Frustration besteht, wenn in langatmigem Fachchinesisch referiert wird.

Mehr zu dieser Beteiligungsform lesen Sie hier:  Infostelle Kinderpolitik



Zum Weiterlesen

Brunsemann, Claudia; Stange, Waldemar; Tiemann, Dieter
Mitreden – mitplanen – mitmachen
Dt. Kinderhilfswerk, Berlin [u.a.] 1997, 207 S., EUR 8,-
Zu beziehen unter www.kinderpolitik.de
Deutsches Kinderhilfswerk
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-05

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Allgemeine Informationen:

Dauer: 1 - 3 Stunden
Gruppengröße: mehr als 20
Moderator: ja
Finanzieller Aufwand: keiner
Technischer Aufwand: mittel

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