Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Umsetzungsvorschläge

Umsetzungsvorschläge sind in der Praxis einsetzbare Materialien. Bei jedem Material ist angegeben ob es sich für den schulischen und/oder außerschulischen Einsatz sowie für welche Altersgruppe es sich eignet. Sie können die Vorschläge natürlich Ihren Bedürfnissen entsprechend adaptieren.

Ihre Auswahlkriterien:

Altersgruppe: alle Altersgruppen
Dauer: egal
Themenbereich: Nachhaltig Wirtschaften
Suchbegriff: keine Suchbegriffe definiert

Suchergebnis

Es wurden 28 Umsetzungsvorschläge zu den ausgewählten Kriterien gefunden.

SDG-Bingo    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Die Sustainable Development Goals oder SDGs stellen die globalen Leitlinien für nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene dar. Regierungen, Organisationen, Betriebe und Privatpersonen sind aufgefordert, Maßnahmen für ein faires, zukunftsfähiges und klimafreundliches sowie ressourcenschonendes Leben zu setzen. In dieser Einheit haben die Lernenden die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Meinungen und Fragen in Bezug auf die 17 Ziele einzubringen. Im interaktiven Teil wird in Form eines Bingos sichtbar, wo bereits Engagement im Klassenverband herrscht und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt.

Alles Handy oder was? - Einführung ins Thema    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Der Einstieg zur Auseinandersetzung Lebenssituation junger Menschen in Entwicklungsländern wie Indien im Vergleich zu westlichen Ländern ist ein Chat zwischen:
Simon, 23 Jahre aus Österreich und Student an der TU, der gerade an seiner Masterarbeit über Arbeitsbedingungen in der Telekommunikationsbranche schreibt und gelegentlich jobbt, um sich Geld zum Stipendium dazuzuverdienen.
und
Arjun, 22 Jahre aus Indien, der Handelsbeziehungen im Fernstudium studiert, gerade an seiner Bachelorarbeit schreibt und Vollzeit für eine Handy-Firma arbeitet, wo er am Fließband Geräte zusammenbaut.

Der Text befasst sich mit den Arbeits- und Lebensbedingungen in der Handy-Produktion in Südindien
Behandelte Themen im Text:
o Millionenstädte in Indien – Verhältnis zu Städten in Österreich
o Studium – Fernstudium in Indien
o Studium in Österreich
o Finanzieren von Studieren
o Lohnsituation in Indien
o Arbeitszeiten, Arbeitsrechte in Indien
o Beziehung/Heiraten
o Gerichte, Essgewohnheiten
o Fernsehgewohnheiten, Fernsehkonsum

Das Thema „Arbeitsbedingungen in der Handywelt“ eignet sich sehr gut für einen fächerübergreifenden Unterricht und sollte über ein ganzes Monat hin behandelt werden. Einzelne Unterrichtsfächer können geeignete Themenbereiche aufgreifen und diese als Gesamtprojekt an der Schule präsentieren.
Bei einem fächerübergreifenden Unterricht muss festgelegt werden, welche Lehrperson die Einführung in die Thematik übernimmt. Auf diese kann dann in den jeweiligen Unterrichtsgegenständen aufgebaut werden.
Das Thema Handy trifft Jugendliche direkt in ihrer Lebenswelt und die Auseinandersetzung mit der Thematik kann stark zur Bewusstseinsbildung beitragen.

Ziel ist, dass dieses Thema in mehreren Fächern behandelt wird und es eine Gesamtpräsentation an der Schule gibt. Gut eignen würde sich zum Beispiel ein Fachvortrag an der Schule mit Videoausschnitten. Einzelne Gruppen übernehmen spezielle Themenbereiche. Sprechen vor Publikum als wichtige Kompetenz wird geübt und der Arbeitsaufwand erhält einen wertschätzenden Abschluss.

Alles Handy oder was? - Deutsch-Unterricht    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  
Arbeiten mit unterschiedlichen Textsorten

Auf die Einführung "Alles Handy oder was? - Einführung" aufbauend wird im Deutschunterricht mit Textsorten gearbeitet. Die Textsorte wird im Vorhinein von der Lehrperson bestimmt. Ein Arbeitsblatt und ein Hand Out wird vorbereitet.

Alles Handy oder was? - Informatik-Unterricht    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Auf die Einführung "Alles Handy oder was? - Einführung" aufbauend sammeln die Schüler-/innen Interviewfragen zum Thema Handy und Arbeitsbedingungen in der Handyproduktion und stellen diese an eine ausgewählte Zielgruppe. Die Interviewergebnisse werden mit einem Computerprogramm ausgewertet und grafisch dargestellt.

Mittendrin    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Die biologische Vielfalt ist keine konstante Größe. Arten entstehen und Arten vergehen; keine existiert ewig. Durch die menschliche Einflussnahme wurde das Artensterben gegenüber dem natürlich bedingten Aussterbeprozess um das 100- bis 1000-fache beschleunigt. Stirbt eine Art aus, hinterlässt sie eine Lücke im ganzen Ökosystem. Der Rückgang der biologischen Vielfalt betrifft daher in hohem Maße auch uns Menschen, da wir direkt von den natürlichen Ressourcen und ihrer Nutzung abhängig sind.

Energiefresseralarm    geeignet für den schulischen Einsatz  

Energie ist kostbar. Doch immer wieder wird das wertvolle Gut von Energiefressern sinnlos verschleudert. Mehrere Gruppen von EnergiedetektivInnen machen sich auf die Suche nach den größten Energieverbrauchern in ihrer Umgebung. Mit verschiedenen Energie-Checklisten werden diese ausfindig gemacht und überlegt, wie im Schulhaus Energie eingespart werden könnte.

Eine gerechte Welt?    geeignet für den schulischen Einsatz  

Die Lernenden erfahren anhand eines einfachen Spiels, dass die Bevölkerung und der Wohlstand auf der Welt sehr ungleich verteilt sind. Die Lernenden schätzen die Verteilung der Weltbevölkerung und des weltweiten Einkommens in Bezug auf die einzelnen Kontinente und stellen diese Verteilung dar. In einer gemeinsamen Reflexion werden die Ergebnisse nachbesprochen und diskutiert.

UmweltreporterInnen unterwegs    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

In dieser Einheit setzen sich die Lernenden mit dem Thema Umweltschutz auseinander: Was versteht man unter diesem Begriff und welche Aktivitäten gibt es in dem Bereich? Was kann jede/r Einzelne/r dazu beitragen? Die Lernenden begeben sich in Gruppen auf eine Erkundungstour durch das (Schul-) Gebäude und suchen einerseits nach Orten, an denen Umweltschutz sichtbar wird und versuchen andererseits, Umweltsünden aufzudecken. Diese werden mit einer Handykamera festgehalten. Abschließend werden die Schnappschüsse in der Gruppe präsentiert und im Plenum besprochen.

Wasser zum Frühstück!?!    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

In diesem Stundenbild lernen die Kinder und Jugendlichen den Begriff "Virtuelles Wasser" kennen. Im einleitenden Schätzspiel wird geraten, wie viel Wasser für die Produktion einer italienischen Tomate oder eines österreichischen Apfels benötigt wird. Zu zweit überlegen die Lernenden, was sie heute zum Frühstück gegessen und getrunken haben und errechnen mit Hilfe des Arbeitsblattes wie viel (virtuelles) Wasser für die Herstellung einzelner Produkte benötigt wurde. Auf einem selbst gestalteten Plakat werden die Ergebnisse sichtbar. In einer anschließenden Dikussion werden die Erfahrungen der Lernenden im Plenum besprochen und das Thema gemeinsam reflektiert.

Alles Boden oder was!?    geeignet für den schulischen Einsatz  

Der Boden dient uns Menschen in vielerlei Hinsicht als Lebensgrundlage und als Basis für unzählige Produkte, die wir täglich verwenden. Viele wissen jedoch gar nicht mehr, dass diese Produkte aus dem Boden bzw. aus seinen Bestandteilen stammen. Deswegen geht es bei dieser Methode darum, die Komponenten verschiedener Gebrauchsgegenstände zu identifizieren und herauszufinden, ob für ihre Produktion Boden nötig ist. 

Im Müll tauchen    geeignet für den schulischen Einsatz  

Die  Lernenden  setzen  sich  mit  ihren  eigenen  Assoziationen  und  Erfahrungen zum  Thema  „Lebensmittel  aus  dem  Müll“  auseinander.  Zur  Vertiefung  lesen sie  einen  Artikel  über  einen  Mülltaucher,  der  jeden  Tag  frische  Lebensmittel aus dem Müll einer Supermarktkette fischt und verwertet. Anhand des Artikels setzen sich die Lernenden mit der Thematik und verschiedenen im Zusammenhang stehenden Begriffen auseinander. Zum Abschluss wird darüber reflektiert, warum eigentlich so viele Lebensmittel im Müll landen und was dagegen unternommen werden kann.

Orangenplantagenspiel    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

In dieser Einheit erfahren die Lernenden auf spielerische Weise die Bedeutung von Kooperationsprozessen. Dazu schlüpfen sie in unterschiedliche Rollen von der Orangenplantagenbesitzerin bis zum Orangen-Marmeladen-Erzeuger. Insgesamt kommen vier verschiedene Rollen zum Einsatz. Alle SpielerInnen erhalten die Anweisung, das beste Geschäft zu machen. Pädagogisches Ziel des Spieles ist es, dass die Lernenden in Verhandlungen eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten herbeiführen und so die Auswirkungen von partnerschaftlichem Verhalten erkennen.

Nachhaltige Landwirtschaft und Boden    geeignet für den schulischen Einsatz  
Wie wichtig ist der Humus für die Landwirtschaft?

Böden sind die Basis unserer Existenz auf dieser Erde. Für Ackerbau sind nur zwölf Prozent der Landmasse unseres Planeten geeignet. Durch falsche Bewirtschaftung und die Ausweitung der Städte sind diese Böden heute eine gefährdete Ressource. Die Bodenregeneration kann Hunderte Jahre und länger in Anspruch nehmen. Böden sind somit nicht vermehrbar, und eine bodenschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise ist unumgänglich für den langfristigen Erhalt unserer Existenzgrundlage.

My Farm - Meine nachhaltige Landwirtschaft    geeignet für den schulischen Einsatz  

Böden sind die Basis unserer Existenz auf dieser Erde. Für Ackerbau sind nur zwölf Prozent der Landmasse unseres Planeten geeignet. Durch falsche Bewirtschaftung und die Ausweitung der Städte sind diese Böden heute eine gefährdete Ressource. Die Bodenregeneration kann Hunderte Jahre und länger in Anspruch nehmen. Böden sind somit nicht vermehrbar, und eine bodenschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise ist unumgänglich für den langfristigen Erhalt unserer Existenzgrundlage.

Be the change! Smart solutions for sustainability    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Ein Upcycling Modelabel, ein Biobauernhof, ein Naturfrisör oder eine lokale Schuhwerkstatt: Die Lernenden lernen anhand eines kurzen Filmes ein nachhaltiges Unternehmen kennen. In Kleingruppen wird besprochen was an dem Unternehmen „smart“ ist und welche Werte von dem Unternehmer/der Unternehmerin vertreten werden. Mit Hilfe eines „Ideengestöbers“ sammeln die Lernenden mögliche Merkmale von nachhaltigen Produkten und halten diese auf einem Plakat fest. Zur eigenständigen Reflexion können sich die Lernenden im  „Stimmungsbarometer“ selbst positionieren und ihre eigenen Erfahrungen mit (nachhaltigen) Unternehmen schildern.

Die Reise einer Jeans    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Einer Jeans sieht man nicht an wie viele Kilometer sie bereits zurückgelegt hat, bevor sie in den Regalen unserer Kaufhäuser landet. In dieser Unterrichtseinheit wird die Reise einer konventionell produzierten Jeans von den Lernenden genauer unter die Lupe genommen. Nebenbei erfahren sie auch etwas über die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Jeansproduktion. Ein Schätzspiel veranschaulicht, wer von der Produktion profitiert und welche Beteiligten in der Lieferkette am wenigsten vom Verkaufserlös erhalten.

Mein ökologischer Fußabdruck    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Alle natürlichen Rohstoffe, die wir zum Leben verbrauchen, benötigen Platz auf unserem
Planeten, um zu wachsen oder hergestellt zu werden. Die Natur braucht auch Platz um unsere
Abfälle abzubauen – Wälder etwa binden CO2 und sind damit unverzichtbar im Kampf
gegen den Klimawandel. Mit dem „ökologischen Fußabdruck“, auch Footprint genannt,
kann jeder Mensch seinen persönlichen Flächenverbrauch berechnen, vergleichen und verbessern.
Gemessen wird der Fußabdruck in „Global Hektar“. Ein Global Hektar entspricht
einem Hektar durchschnittlicher biologischer Produktivität weltweit. Auf diese Weise können
verschiedene Länder und Gebiete weltweit verglichen werden. Der ökologische Fußabdruck
stellt die einfachste Möglichkeit dar, die Zukunftsfähigkeit unseres Lebensstils abzuschätzen.
In dieser Lerneinheit sollen die Lernenden mit den Auswirkungen ihrer persönlichen Lebensweise
sensibilisiert werden. Weiters soll ihnen die Problematik des überdurchschnittlichen
Ressourcenverbauchs, vor allem der westlichen Welt, näher gebracht werden.

Sustainopreneurship am Beispiel des Boutiquehotel Stadthalle    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Nachhaltige UnternehmerInnen (Sustainable Entrepreneure) sind AkteurInnen, die Nachhaltigkeitsinnovationen initiieren und erfolgreich umsetzen. Sie verfolgen neben ökonomischen auch ökologische und soziale Ziele. Ein Beispiel für Sustainable Entrepreneurship (Sustainopreneurship) stellt das Boutiquehotel Stadthalle dar, welches weltweit das erste Stadthotel mit Null-Energie-Bilanz darstellt. Die Eigentümerin und Geschäftsführerin Michaela Reitterer bemüht sich, Nachhaltigkeit im Sinne der drei Säulen der Nachhaltigkeit authentisch zu leben und ihr Hotel in diesem Sinne laufend zu verbessern.
Diese Lerneinheit soll die Lernenden in das Themengebiet „Nachhaltig Wirtschaften“ und
„Sustainable Entrepreneurship“ einführen sowie Neugierde und Interesse für das Thema bei
ihnen wecken.


Weitere Kurzfilme (inkl. Unterrichtsmaterialen) über nachhaltige Unternehmerinnen: www.umweltbildung.at > Initiativen > Nachhaltig kreativ > 3S+ Smart Solutions for Sustainability


Link zum Boutiquehotel Stadthalle: www.hotelstadthalle.at

Gemeinwohlökonomie    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  
Ein Wirtschaftsmodell der Zukunft

Die Gemeinwohlökonomie stellt ein alternatives Wirtschaftsmodell dar, welches auf den
Werten Menschenwürde, Mitgefühl, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung
und Demokratie aufbaut. Die Gemeinwohl-Matrix dient zur Visualisierung der 17 Bilanz-
Indikatoren. Unternehmen können auch Minuspunkte für die Erfüllung von Negativ-Kriterien
(z.B. für grobe Verstöße gegen Umweltauflagen) erhalten. Mithilfe der Gemeinwohlbilanz
wird gemessen ob und wie ein Unternehmen zum Gemeinwohl beiträgt.
Diese Lerneinheit dient dazu, die Lernenden auf ein alternatives, auf Gemeinwohl ausgerichtetes Wirtschaftsmodell aufmerksam zu machen, sowie Vor- und Nachteile eines solchen kritisch zu hinterfragen.

Nachhaltigkeitsberichte analysieren    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt eine Weiterentwicklung der in der Vergangenheit
üblichen Umwelt- und Sozialberichte von Organisationen dar. Der Begriff  Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (engl. Sustainability Reporting) ist sehr breit gefasst und nicht einheitlich definiert. Im Englischen existieren einige synonyme Bezeichnungen, wie beispielsweise „Triple- Bottom-Line-Reporting“, „Corporate Responsibility Reporting“. Nachhaltigkeitsberichte (NH-Berichte)) bilden das Engagement von Organisationen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung ab, in dem sie ihre Leistungen in Bezug auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) kommunizieren.
In dieser Lerneinheit werden die Lernenden mit dem Instrument „Nachhaltigkeitsbericht“
sowie dessen Nutzen für Unternehmen vertraut gemacht. Weiters sollen die Lernenden zu
einer kritischen Reflexion dieses Instruments in Einbezug des Aspektes „Greenwashing“ angeregt werden.

Das Allmendedilemma am Beispiel des Fischteichspiels    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Unter dem Allmendedilemma (Tragödie vom Gemeinschaftsgut, Tragik der Allmende) versteht
man die Übernutzung eines Gemeinschaftsguts bzw. einer Ressource durch einige
Personen, die zunächst übermäßig profitieren, bevor schließlich alle unter den Folgen der
Übernutzung leiden – auch die Verursachenden selbst.
Klassisches Beispiel waren die „Allmenden“, gemeinsam genutzte Weiden, auf die Einzelne
immer mehr Tiere trieben, bis die Weide übernutzt war. Gemeinschaftsgüter gibt es viele:
Wasser, Luft, Lebewesen (z.B. Fischbestände), im weiteren Sinne auch die fossilen Ressourcen
der Erde. Ziel ist es, bei der Nutzung dieser Güter im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung
einerseits eine faire Verteilung zwischen den heute lebenden Menschen und andererseits
Bedacht darauf zu nehmen, dass auch folgende Generationen ihre Bedürfnisse noch befriedigen können.
Diese Lerneinheit zielt darauf ab, dass die Lernenden die eigene Mitverantwortung für die
Gemeinschaftsgüter der Erde erkennen, durch Kooperation und Kommunikation zur Lösung
von Problemen kommen und verstehen, wie das Allmendedilemma funktioniert.

Ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die ÜFA    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Nachhaltige UnternehmerInnen (Sustainopreneure) können als Akteure bezeichnet werden,
die Nachhaltigkeitsinnovationen initiieren und erfolgreich umsetzen. Sustainability Entrepreneurship (Sustainopreneurship) stellt die marktwirtschaftlichste Form einer Zusammenführung ökologischer, sozialer und ökonomischer Ziele durch die Gründung oder Entwicklung eines Unternehmens oder Geschäftsbereichs dar.
In dieser Lerneinheit sollen die Lernenden in das Thema „Nachhaltige Geschäftsmodelle“
eingeführt werden und in Folge eigene Ideen für ein nachhaltiges Geschäftsmodell für eine
Übungsfirme (ÜFA) entwickeln. Die Lerneinheit kann als Auftakt zur Gründung einer neuen (nachhaltigen) ÜFA dienen, bei der die Lernenden partizipativ am Gründungsprozess beteiligt sind. Die Lernenden können einerseits SchülerInnen sein, die bereits in einer ÜFA arbeiten und ein neues ÜFA-Geschäftsmodell für eine zukünftige ÜFA mitentwickeln möchten. Andererseits können die Lernenden auch SchülerInnen darstellen, die bislang noch in keiner ÜFA gearbeitet haben.

ÜFA-Check: Wie nachhaltig wirtschaften wir?    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Unternehmen befinden sich direkt an der Schnittstellte zwischen den Bereichen Ökologie,
Ökonomie und Sozialem. Nachhaltig wirtschaften bedeutet, dass Unternehmen neben ökonomischen Zielen auch ihre ökologische und soziale Verantwortung wahrnehmen und diese
drei Bereiche dementsprechend zusammenzuführen. Abgesehen vom Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung bietet ein solcher Managementansatz auch zahlreiche ökonomische
Chancen, wie z.B. Wettbewerbsvorteile, Kostenreduktion, besserer Zugang zum Finanzmarkt
etc.
Die Lernenden sollen erkennen, was Nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis bedeuten kann
und eigene Ideen entwickeln wie sie ihre ÜFA-Arbeit nachhaltiger gestalten können.


Hinweise/Voraussetzungen
Die Lernenden sollten bereits Grundlagenwissen zum Thema Nachhaltiges Wirtschaften mitbringen, z.B. in Form eines kleinen Unterrichtsbausteins erarbeitet.
Wichtig: Die Checkliste beinhaltet zum Teil sehr anspruchsvolle bzw. an realen Unternehmen
orientierte Kriterien. Um die Lernenden nicht zu demotivieren, ist es wichtig darauf
hinzuweisen, dass die Checkliste v.a. auch als Anregung für eigene kreative Lösungen zu
sehen ist. Zum Teil bedürfen einige Punkte der Erklärung durch die LP, die daher bei der Aufgabenstellung in jedem Fall beratend zur Seite stehen sollte.

Eine Gemeinwohlmatrix für unsere ÜFA    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Die Gemeinwohlökonomie stellt ein alternatives Wirtschaftsmodell dar, welches auf den
Werten Menschenwürde, Mitgefühl, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung
und Demokratie aufbaut. Die Gewinnmaxime von Unternehmen wird von jener der Gemeinwohlsteigerung abgelöst. Unternehmen erstellen Gemeinwohlbilanzen, die ihre Beiträge
zum Gemeinwohl messen. Jeder Beitrag eines Unternehmens wird mit Punkten bewertet.
Bei Erfüllung von Negativ-Kriterien (z.B. für grobe Verstöße gegen Umweltauflagen), können
die Unternehmen auch Minus-Punkte erhalten. Mit Hilfe der Gemeinwohlbilanz wird also
gemessen, ob und wie ein Unternehmen zum Gemeinwohl beiträgt. Die Gemeinwohl-Matrix
dient zur Visualisierung der 17 Bilanz-Indikatoren.
Die Lerneinheit dient dazu, den Lernenden Einblick in die Erstellung von Gemeinwohlberichten
zu geben sowie die eigene Übungsfirmenarbeit anhand der Gemeinwohlmatrix kritisch
reflektieren zu können.

Eine SWOT-Analyse für unsere Übungsfirma    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Die SWOT-Analyse stellt ein Instrument dar, welches zur strategischen Unternehmensanalyse
und Strategieableitung dient. Mit Hilfe der SWOT-Analyse werden innerbetriebliche Stärken
und Schwächen (Unternehmensanalyse, interne Analyse) sowie externe Chancen und Risiken
(Umfeldanalyse, externe Analyse) identifiziert und miteinander in Verbindung gebracht.
Anschließend werden auf Basis dieser Informationen passende Strategien für das Unternehmen
abgeleitet.
Die Lernenden erarbeiten in dieser Einheit die Stärken und Schwächen ihrer ÜFA in Bezug auf
eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und lernen das Instrument der SWOT-Analyse
im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zielgerichtet einzusetzen.

Unser erster Nachhaltigkeitsbericht    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt eine Weiterentwicklung der in der Vergangenheit
üblichen Umwelt- und Sozialberichte von Organisationen dar. Der Begriff Nachhaltigkeitsberichterstattung“ (engl. Sustainability Reporting) ist sehr breit gefasst und nicht einheitlich definiert. Im Englischen existieren einige synonyme Bezeichnungen, wie beispielsweise „Triple-Bottom-Line-Reporting“, „Corporate Responsibility Reporting“. Nachhaltigkeitsberichte (NH-Berichte) bilden das Engagement von Organisationen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung ab, indem sie ihre Leistungen in Bezug auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) kommunizieren.
Die Lernenden sollten mit dem Tool des Nachhaltigkeitsberichts bereits vertraut sein. Zu Beginn dieser Lerneinheit werden die gängigen Bestandteile und Inhalte eines Nachhaltigkeitsberichtes wiederholt. Im Anschluss daran erstellen die Lernenden in Projektgruppen einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht für ihre Übungsfirma.

„Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“
Text von Heinrich Böll (1963)    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  
Lesebuch zur Nachhaltigkeit: Morgen wird heute gestern sein: Buchseite 34-37

Die Kurzgeschichte "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral" handelt von der Begegnung zweier Menschen, deren Lebenswelten und Einstellungen nicht unterschiedlicher sein könnten.  Ein wohlhabender Tourist stößt auf einen ärmlichen, zufriedenen Fischer und gelangt zu einem für ihn völlig neuen gedanklichen Zugang zur Arbeitsmoral.
Der Text regt die Leser zum Überdenken einiger grundlegender Fragen an:
Arbeitet der Mensch, um zu leben, oder lebt der Mensch, um zu arbeiten? Macht ein "Zuviel von allem"  Menschen wirklich glücklicher und zufriedener? Ist derartiges Erfolgsstreben nach noch mehr Gütern und Besitz, wie es durch den Touristen vermittelt wird, mit dem Hintergrund eines überstrapazierten Ökosystems noch vertretbar?
Der Text wurde bereits 1963 verfasst und hat nichts an Aktualität verloren. Auch heute leben wir in einer Welt voller Kontraste, in der wir erneut ein wirtschaftliches wie auch ökologisches Wunder brauchen würden. SchülerInnen erleben und vergleichen durch die beiden Figuren z.B. die Kontraste: Armut und Reichtum, Zufriedenheit und Gier, Neid und Anerkennung, Arbeiterklasse und Tourist in höherem Bildungsstand, Ruhe und Nervosität, Entspannung und Gehetze.
Mit dieser Erzählung wurde der Gesellschaft von damals  ein Spiegel vorgehalten; heutekönnen die SchülerInnen mit dem Jetzt vergleichen und erkennen, welcher Wandel des Zeitgeistes stattgefunden hat und welcher nicht. 


Historie - Hintergrund:
Heinrich Böll hat diese Anekdote für eine Sendung des Norddeutschen Rundfunks am 1. Mai 1963, dem „Tag der Arbeit“, geschrieben. Diese Zeit wird als „Wirtschaftswunder“ mit Vollbeschäftigung und Hochkonjunktur erlebt – ein Kontrast zu den vorhergegangenen Nachkriegsjahren mit viel Arbeitslosigkeit, Inflation und massiver Armut.


Zur Textsorte:
Narrativer Text mit klassischer Struktur: Einleitung (episch), Hauptteil (Dialog), Schluss (episch). Alle Visionen des Touristen werden im Konjunktiv erzählt. Das offene Ende besteht darin, dass der Tourist zwar verstanden hat, dass der Fischer bereits sein Ziel erreicht hat, aber nicht zu erkennen ist, ob er seine neue Erkenntnis auch in seinem Alltag umsetzen wird. Also überantwortet es Böll dem Leser und der Leserin, seine/ihre eigene Einstellung ebenfalls zu überdenken.

Produktlinienanalyse anhand des Fallbeispiels „Handy“    geeignet für den schulischen Einsatz   geeignet für den außerschulischen Einsatz  

Betrachtung des Lebenszyklus des Handys anhand der drei  Säulen der Nachhaltigkeit. Das Handy ist ein vielseitigesProdukt, welches in der Lebenswelt der SchülerInnen liegt und vielseitige Herausforderungen des modernen Konsums aufzeigt.

Diese Materialien wurden durch das FORUM Umweltbildung unter dem Aspekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgearbeitet. Ein Vorschlag besteht aus einer Basis-
information sowie mindestens 3 Phasen in der didaktischen Umsetzung.


Diese Materialien wurden für die Arbeit mit 6- bis 10-Jährigen ausgearbeitet und uns vom Land NÖ zur Verfügung gestellt. Sie enthalten Hintergrund-
informationen zum Thema sowie einen didaktischen Vorschlag.


Dieses Material wurde im Rahmen des Projekts "Lebensmittel sind kostbar" durch das FORUM Umweltbildung erarbeitet.


Diese Materialien entsprechen im Aufbau und in der Qualität jenen der Materialien des FORUM Umweltbidung, wurden jedoch von UserInnen der Website zur Verfügung gestellt.




Diese Materialien eignen sich für den schulischen Einsatz.


Diese Materialien eignen sich für den außerschulischen Einsatz.