Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

wissenschaftliche BNE-Arbeiten

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein innovatives Bildungskonzept, das auf dem Paradigma der nachhaltigen Entwicklung basiert und Begriffe wie Interdisziplinarität, Partizipation, systemisches Wissen und reflektierte Gestaltungskompetenz integriert.

Die wissenschaftliche Online-Plattform dient der Publikation von vorwiegend österreichischen Forschungsergebnissen wie Projektberichten, Diplomarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen usw. aus dem Themenbereich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Ziel der Plattform ist es, Forschungen zu diesem Bildungsansatz einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Wenn Sie Forschungsarbeiten zu Bildung für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht haben, die Sie auf dieser Plattform präsentieren wollen, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail.

 

 

Eine Geschichte der BNE

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Kontext Schule und Inklusion.
Masterarbeit an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt von Corinna Fleiß, eingereicht 2016.

Die vorliegende Masterarbeit gibt einen Überblick über die Bedeutung von Schulnetzwerken, die Schulen dazu motivieren, Themen wie bspw. Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltiger Konsum und Lebensstil sowie Inklusion aufzugreifen.

Ein zusätzlicher Fokus der Arbeit widmet sich den Sustainable Development Goals und dem Weltaktionsprogramm: "In diesem Prozess wird auf die Verbesserung für Menschen mit Behinderungen hingewiesen, speziell im Bereich Inklusion und Gerechtigkeit. Genauer gesagt stelle Inklusion und Achtung von Menschen mit Behinderungen in allen Umsetzungsmaßnahmen die dringliche Voraussetzung dar, um die SDGs zu erreichen." Eine für die Arbeit wichtige Ermittlung ist, dass Österreich maßgeblich dazu beigetragen hat, um „BNE“ auch auf europäischer Ebene zu verankern.

Vollständige Publikation

No Child Left Inside?

The beneficial Aspects of Nature in Children's Lives.
Bachelorarbeit an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien von Mag.a Heidelinde Lück, eingereicht 2013.

Der nordamerikanische Schriftsteller Richard Louv stellt in seinem Buch Das letzte Kind im Wald die These auf, dass das Leben heutiger Kinder in zunehmendem Maße sitzend, durchstrukturiert und vor allem medienorientiert abläuft. Dieser veränderte Lebensstil bringe eine Reihe von gesundheitlichen Folgen mit sich, die er in dem Begriff Natur-Defizit-Syndrom zusammenfasst.

Basierend auf diesen Annahmen, befasst sich diese Bachelorarbeit mit den heilsamen Auswirkungen von Naturaufenthalten, die die angeführten Probleme möglicherweise zu lösen imstande sind. Sie zeichnet ein profundes Bild zahlreicher ExpertInnenmeinungen und zeigt dadurch warum sich die Natur positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken kann.

Wirkung der Öko-Label

Nachhaltiger Konsum von Absolventen der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik ermöglicht durch Label auf Produkten.
Bachelorarbeit an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien von Ingin Bettina Verena Urmann, eingereicht 2012.

Produktkennzeichnungen sind Wegweiser, die es KonsumentInnen ermöglichen Produkte zu wählen, die ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechen. Die Kenntnis verschiedener Labels erleichtert somit nachhaltigen Konsum im Alltag. Gerade die AbsolventInnen der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik sollten in diesem Bereich einen Wissensvorsprung besitzen. Obwohl auch tatsächlich ein Großteil regelmäßig Produkte mit Bio- bzw. Öko-Label kauft, besteht selbst unter dieser Gruppe wenig Detailwissen über die Label selbst. Dies eröffnet Möglichkeiten hier im Bereich der Weiterbildung Angebote zu schaffen.

BNE in der Unterstufe

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Didaktisches Konzept und Umsetzung auf der Unterstufe
Doktorarbeit an der Philosophisch-humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern von Christine Künzli David, eingereicht 2006.

Als Teil des schweizer Projekts "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Didaktische Konzeption und Umsetzung in der Schulpraxis" liefert diese Doktorarbeit einen wichtigen Beitrag zur Klärung des theoretischen Konzepts Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und zur praktischen Umsetzung von verschiedenen BNE-Methoden im Schulalltag. Dazu wurde unter anderem untersucht ob Lehrpersonen anhand der vorgestellten Konzepte im Unterricht BNE planen und durchführen können, bzw. welche Rahmenbedingungen für eine Umsetzung unabdingbar wären.

Orte der Bildung

Nachhaltigkeitsgruppen als Orte der Bildung und des Lernens in einer flüssigen Gesellschaft
Dissertation am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Karl-Franzens Universität Graz von Anton W. Peskoller, eingereicht 2014.

Die gesellschaftlichen Motive für die Auseinandersetzung mit dem Thema „Nachhaltigkeitsgruppen“ sind vielfältig: Klimawandel, Feinstaubbelastung, drohender Sozialkollaps im Bereich der Pflege, Hunger- und Humanitätskatastrophen, eine massive Verschärfung des Nord-Süd (oder West-Ost)-Konfliktes – all diese Problemfelder werden durch eine nicht-nachhaltige Lebensweise herbeigeführt. Für die Ingangsetzung einer nachhaltigen Entwicklung braucht es Menschen, die sich für dieses Ziel engagieren und vor allem die Bündelung von Kräften in Gruppen. Der politische und gesellschaftliche Wandel hin zu Eigenverantwortlichkeit der Menschen geht allerdings einher mit einer massiven Individualisierung und geringerer Solidarität – man spricht von einer Verflüssigung der Gesellschaft.

Die vorliegende Dissertation geht der Frage nach, wie Menschen dazu motiviert werden können, sich für Nachhaltigkeitsanliegen zu interessieren und zu engagieren. Nachhaltige Entwicklung erfordert außerdem die Kooperation von Engagierten, SpezialistInnen verschiedener Bereiche und auch von Betroffenen.
Sowohl die Entstehung als auch der Fortbestand von Nachhaltigkeitsgruppen definieren sich als Aufgaben lebenslanger bzw. lebensbegleitender Bildung. Im ihrem Zentrum steht die Vermittlung von Handlungskompetenz als wesentliches Ziel von Nachhaltigkeitsbildung.

Vollständige Publikation

Kann man nachhaltige Bildung messen?

Analyse der Wirkung von Nachhaltigkeitsbildungsmaßnahmen anhand einer Fallstudie zum Thema Lebensmittelverschwendung
Diplomarbeit am Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung an der Karl-Franzens-Universität Graz von Silvia Sajowitz, eingereicht 2015.

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Wirkung von Nachhaltigkeitsbildungsmaßnahmen bei unterschiedlichen StakeholderInnen zu messen.
Dies geschieht durch die Untersuchung der Wirkung von erworbenen Handlungskompetenzen sowohl bei BesucherInnen als auch anderen involvierten AkteurInnen (wie zum Beispiel AusstellerInnen, OrganisatorInnen, etc.) von Veranstaltungen, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen. Die Fallstudie bezieht sich dabei auf die Veranstaltung „Restl Festl – Graz isst auf!“ – ein Projekt, welches während eines interdisziplinären Praktikums an der Universität Graz von Studierenden in Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, der Stadt Graz und der Arge Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und nachhaltige Entwicklung GmbH organisiert wurde.

Vollständige Publikation

„Einen Klimawandel hat es öfters schon gegeben“

Eine tiefenhermeneutische Untersuchung der Abwehr des Themas der globalen Klimaerwärmung
Diplomarbeit am Institut für Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck von Sabine Gamper, eingereicht 2010.

Laut den Erkenntnissen vieler KlimaforscherInnen sind wir BewohnerInnen der westlichen Industrieländer durch unseren hohen Energieverbrauch die hauptsächlichen VerursacherInnen der Klimaerwärmung und daher gefordert, etwas zu tun, um eine Katastrophe zu verhindern. Hier stellt sich die Frage, warum es uns so schwer fällt, die Warnungen ernst zu nehmen und nach sinnvollen Lösungen für dieses Problem zu suchen.
Ausgehend von der Annahme, dass psychische Abwehrhaltungen es nicht zulassen, dass wir uns intensiver mit dem Thema beschäftigen, werden einige Abwehrmechanismen, insbesondere jene, bei denen Abwehr des Themas der globalen Klimaerwärmung eine bedeutende Rolle spielt, beleuchtet. Dabei werden Abwehrmechanismen untersucht, die sowohl den einzelnen Menschen als auch die Gesellschaft als Ganzes beeinflussen und dementsprechend Erklärungsmodelle auf beiden Ebenen herangezogen.

Bildung zur Suffizienz

Zusammenhänge von Bildung und suffizienten Lebensstilen
Masterarbeit am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Universität Graz von Julia Strablegg

Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von suffizienten Lebensstilen und Bildung. Ziel ist es, zu erforschen, welche Bildung zu einem suffizienten Leben(sstil) führt. Neben der Analyse der Entstehung und Entwicklung von Suffizienz als eine Form der Nachhaltigkeit wird außerdem auf Lebensstile, Transformationstheorien und Bildung für nachhaltige Entwicklung eingegangen.
Das aus der theoretischen Auseinandersetzung mit diesen Themenbereichen anhand der Literatur von VertreterInnen des Wuppertal-Institutes erhaltene Material wird durch problemzentrierte Interviews mit suffizient lebenden Personen ergänzt. Daraus entsteht schließlich eine Skizze einer möglichen Bildung hin zur Suffizienz.

Vollständige Publikation

Widerstand und Bildung

Zusammenhänge von Bildung, Lebensstilen und kritischer Gestaltungskompetenz
Masterarbeit am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz von Lisa Maria Hamminger

Die vorliegende Masterarbeit will herausfinden, inwieweit eine akademische Ausbildung einen Widerstand gegen die existierenden Strukturen in der Konsumgesellschaft begünstigt. Die formelle Bildung zielt bislang noch nicht darauf ab, Kompetenzen zu lernen, die für ein mündiges Agieren benötigt werden. Vielmehr ist das Bildungssystem darauf ausgerichtet, das Humankapital gewinnbringend zu verwerten. Um einen Widerstand leisten zu können, ist Bildung jedoch von großer Bedeutung. Es wird aufgezeigt, wie sich der Lebensstil durch die Industrialisierung in den letzten 60 Jahren gewandelt hat und, dass vor allem das Prinzip der Nachhaltigkeit zunehmend in das Blickfeld der VerbraucherInnen gerückt ist. Der Fokus liegt dabei auf den Zusammenhängen von Bildung und Konsum. Der empirische Teil beschreibt die Ergebnisse aus Leitfadeninterviews mit Personen, die durch einen bewussten Verzicht einen Widerstand gegen die Konsumgesellschaft leisten.

Vollständige Publikation

„The Age of Stupid?“

Psychologische Barrieren zwischen Umweltwissen und Umwelthandeln am Beispiel des Klimawandels.
Diplomarbeit an der Universität Klagenfurt von Nina Laura Molnar, eingereicht 2014.

Der momentane Lebensstil – vor allem in der westlichen Welt – verschwendet nicht nur wichtige Ressourcen, sondern er trägt auch massiv zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Diese sind hauptverantwortlich für den stattfindenden Klimawandel. Trotz der entschieden negativen Zukunftsprognosen zum Klimawandel werden nachhaltige Alternativhandlungen kaum durchgeführt; es sind eher Passivität und Ohnmacht zu beobachten.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird der Klimawandel aus historischer und aktueller Sicht dargestellt und psychologische Erklärungen für das Nicht-handlungsfähig-Sein aufgezeigt.
Im zweiten Teil wird der Film „The Age of Stupid – Warum tun wir nichts?“ im Hinblick auf psychologische Abwehrmechanismen untersucht. Es wird auch der Werbespot zur 10:10-Kampagne untersucht. Dabei kann – ähnlich wie in der Literatur postuliert – festgestellt werden, dass vor allem Phänomene von Hilflosigkeit, Leugnung bzw. Verweigerungshaltungen, Spaltung, Projektion und Dissonanzreduktion auftreten.

Konsumverhalten

Das Konsumverhalten im Spannungsfeld von Selbstwertproblematik und Umweltbewusstsein unter besonderer Berücksichtigung des Klimawandels.
Diplomarbeit an der Universität Klagenfurt von Sabine Wallner, eingereicht 2010.

Da auch das individuelle Konsumverhalten einen wesentlichen Faktor im Krisenszenario des Klimawandels darstellt und in der Macht des Konsumenten, insbesondere im verantwortungsbewussten Konsumverhalten eine große Relevanz zur Entwicklung von Nachhaltigkeit und damit eine Möglichkeit zur Verbesserung der aktuellen krisenhaften Situation gesehen werden kann, ist es auch zweckmäßig, die Hintergründe für ein doch oftmals unreflektiertes Konsumverhalten genauer zu beleuchten. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Bedeutsamkeit des Selbstwertes gelegt.

Vollständige Publikation

„Sapere aude!“

Fleischkonsum als exemplarisches Thema für die persönliche Verantwortung und moralische Herausforderung angesichts der drohenden Klimakatastrophe.
Diplomarbeit an der Universität Klagenfurt von Annemarie Hinteregger, eingereicht 2013.

Der enorme Fleischkonsum und die damit verbundene industrielle Massentierhaltung tragen erheblich zur Problematik der Klimaerwärmung bei. Diesbezügliche wesentliche Fakten scheinen im Bewusstsein vieler Menschen kaum verankert zu sein. Die vorliegende Arbeit konstatiert dass Vegetarier, im Vergleich zu Omnivoren, offenbar eine höhere Sensibilität zum Thema Klimawandel aufweisen.
Aus den Forschungsergebnissen ist allerdings auch ersichtlich, dass die interviewten Omnivoren durchaus Tierliebe aufweisen, jedoch den Fleischkonsum als etwas Abstraktes wahrnehmen. Das Steak auf dem Teller wird weitgehend nicht mit dem möglichen Leid der Tiere assoziiert.
Bewusste vegetarische Ernährung kann einen wesentlichen Beitrag zu einer lebenswerteren Welt leisten. Es sollte als zentrale Aufgabe angesehen werden, ein ressourcenschonendes Ernährungsverhalten zu entwickeln.

Vollständige Publikation

Umweltbildung in Österreich 1980-2010

Zur Veränderung von Themen und Unterrichtsmaterialien für allgemeinbildende höhere Schulen

Masterarbeit am Institut für Soziale Ökologie, Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  von Johanna Fellner, eingereicht 2014.

Gegenstand dieser Masterarbeit ist die Entwicklung der Umweltbildung in Österreichs allgemeinbildenden höheren Schulen von den 1970er Jahren bis 2010. Sie geht dabei v. a. der Frage nach, wie sich die Unterrichtsmaterialien - im speziellen die zentralen Themen und Begriffe - in den letzten drei Jahrzehnten verändert haben. Zwei Umweltbildungsinstitutionen, die Unterrichtsmaterialien im Zeitraum von den 1980er Jahren bis 2010 herstellten, wurden untersucht: das FORUM Umweltbildung und das Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark mit seinen Vorgängerinstitutionen.
Die Autorin kommt zum Schluss, dass die Umweltbildung in den 1970er und 1980er Jahren vorwiegend naturwissenschaftliche Themen bearbeitet hat. In den 1990er Jahren wurden diese sukzessive durch soziale, ökonomische und kulturelle Aspekte erweitert. Die Idee der nachhaltigen Entwicklung verstärkte diesen Trend. Anhand der nachhaltigen Entwicklung wurde die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ konzipiert, auch deren Einfluss auf die Umweltbildung und umgekehrt wurde in dieser Arbeit nachgegangen.

Vollständige Publikation

Zum vertiefenden Lesen:

 

 

Cover Jahrbuch © FORUM Umweltbildung

Umweltdachverband (Hg.)
Im Wandel. Jahrbuch Bildung für nachhaltige Entwicklung 2016
Medienkompetenz. Leben auf dem Land. Integration und BNE. Informelles Lernen. Obsoleszenz.
FORUM Umweltbildung, Wien 2016.
216 Seiten, € 10,-
ISBN 978-3-900717-85-8

© Filmladen