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Nachlese zur zweiten FUTURE LECTURE an der FH Salzburg

07.12.2017
FUTURE LECTURE 2 - Publikum © Markus Petruch

© Markus Petruch

Die zweite Veranstaltung der FUTURE LECTURES Reihe widmete sich dem Thema: „Design: Gefahr oder Lösung zukünftiger Nachhaltigkeit?“

„Wir leben in einer Welt mit endlichen materiellen Ressourcen, aber unendlichen Ressourcen in Kreativität und neuen Ideen.“
Josefine Herz

Die FUTURE LECTURE am FH Campus in Kuchl war eine Reise in den verschlafenen Ort wert. Das Team aus Lehrenden und Studierenden gestaltete einen informations- und abwechslungsreichen, berührenden und lustigen Abend zum Thema „Design: Gefahr oder Lösung zukünftiger Nachhaltigkeit?“. Moderiert und inhaltlich eingeleitet wurde der Abend von Dominik Walcher, Fachbereichsleiter Produktmanagement des Studiengangs Design & Produktmanagement. Er warf einen kritischen Blick auf die Ausbildung von DesignerInnen – die Entwicklung von „Shiny Objects“ stünde oft im Fokus und nicht die Qualität, Funktion oder der gesellschaftliche Wert eines Produkts. Am Campus Kuchl sei Raum, sich kritisch mit der eigenen Berufssparte auseinanderzusetzen.  Die Aufgabe Nachhaltigkeit ganzheitlich zu denken und in alle Bereiche der Produktentwicklung zu integrieren, war ein spürbarer Konsens der Anwesenden Lehrenden und Studierenden.

Nach Dominik Walcher übernahmen die Studierenden des FUTURE LECTURE Teams. Josefine Herz ging auf aktuelle Umweltprobleme ein, die von einer Menschheit mit Wegwerfmentalität verursacht wurden und spannt den Bogen zur Rolle und Verantwortung der DesignerInnen/GestalterInnen. „Es gibt einen Zwiespalt zwischen der Leidenschaft für ein Produkt und der Notwendigkeit einer ökologischen Revolution“, fasste sie das Dilemma der DesignerInnen zusammen.

Maximilian Hagl und Anton Drevensek, Studierende im 5ten Semester erzählten auf eine ehrliche und humorvolle Weise über ihre persönliche Entwicklung in Bezug auf ihre Werte und beruflichen Ziele. Wie das Studium sie zum Denken angeregt, erschüttert, aufgerüttelt und motiviert hat und wie sie mit Frusterlebnissen bei Praktika oder in Zusammenarbeit mit Auftraggebern umgegangen sind. David Stekovicz ging im Anschluss auf das Konzept Open Design bzw. Open X ein und umriss dessen Möglichkeiten, Potentiale und Gefahren.

Eine Absolventin des Studiengangs und nunmehr Angestellte der FH JOANNEUM, Sigrid Bürstmayr, erzählte von ihrer Tätigkeit an der FH und als Ausstellungsentwicklerin und gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen in puncto Upcycling und Socio Design. Als motivierenden Faktor nannte sie die Tatsache, dass 95% aller DesignerInnen heute leben und diese einen großen Einfluss auf weltweite Entwicklungen haben können.

Bei der abschließenden Gruppendiskussion lautete das Fazit: „Wir müssen viel radikaler werden!“ Die rund 150 Teilnehmenden brachten sich mit kritischen Fragen und Statements ein und ließen dadurch ein angeregtes Gespräch entstehen.

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