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Ausstellung in der Ausstellung: Natura Morta

08.05.2017
© Kracher

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Irritierend platziert sind die (Natur-) Fotografien von Oliver Mark im Naturhistorischen Museum und in der Akademie der bildenden Künste in Wien erst auf den zweiten Blick, denn zunächst können sie kaum wahrgenommen werden.

Eher unerwartet stoßen die MuseumsbesucherInnen sowohl im Naturhistorischen Museum Wien als auch in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien auf Fotografien des deutschen Fotokünstlers Oliver Mark, hat er sie doch altmeisterlich als Stillleben inszeniert, und werden sie doch in historischen Gemälderahmen präsentiert. Natura Morta ist sozusagen eine Ausstellung in der Ausstellung. Und in der widmet sich Mark dem Umgang des Menschen mit Natur und Umwelt, besonders der Tierwelt, aber auch der Ästhetik und Schönheit des Todes. Der Begriff Natura Morta (tote Natur) wurde im 17. und 18. Jahrhundert im Niederländischen zu "stil leven" und im Deutschen zu "Stillleben". Damit entfernte er sich vom Lateinischen bzw. Italienischen, obwohl er Ähnliches, aber nicht Identisches ausdrücken wollte, wenn man "Leben" mit Existenz oder Dasein und "still" mit unbewegt, also tot, verbindet.

Oliver Marks Stillleben-Fotografien sind in der Asservatenkammer des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn entstanden. Seine Idee war, Leopardenschädel, Elfenbeinschnitzereien, Produkte aus Krokodilhäuten und Schildkrötenpanzern, Teile von geschützten Tier- und Pflanzenarten, Jagdtrophäen, Schirmständer aus Elefantenfüßen, Erzeugnisse aus Nashorn, Kleidungsstücke aus Schlangenleder usf. so zu fotografieren, dass sie durch Beleuchtung (altmeisterliches Tageslicht) sowie durch die Auswahl der Hintergründe Verlangen zur genaueren Betrachtung hervorrufen. Denn viele der abgebildeten Gegenstände wurden ahnungslosen Touristen abgenommen, die sie als Andenken auf ihren Auslandsreisen erworben haben, ohne zu wissen, was genau sie da eigentlich einkauften.
Im Naturhistorischen Museum Wien werden die Fotos/Gemälde in drei Gruppen neben Tierpräparate gestellt, um die Frage des Artenschutzes zu thematisieren.
In der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste hingegen ergeben sich Korrespondenzen zwischen den Gattungen Fotografie und Malerei, also den gemalten Stillleben von niederländischen Malern z.B. aus der Schule von Peter Paul Rubens.

Der Berliner Fotograf Oliver Mark zählt zu den bekanntesten Porträtfotografen im deutschsprachigen Raum. Er nahm zahlreiche berühmte Persönlichkeiten auf –  Papst Benedikt XVI., Tom Hanks, Anthony Hopkins, Cate Blanchett, Umberto Eco, Jeff Koons und viele andere. Daneben beschäftigen ihn auch andere Themen fotografisch.

Natura Morta.
Fotografien von Oliver Mark
26. April 2017 - 16. Juli 2017
Kooperation des NHM Wien mit der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien.
Weitere Infos auf den Webseiten des NHM und der Akademie der bildenden Künste.

Text: W.S.

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