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Kongress zu Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft

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Folgen und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu kommunizieren, beinhaltet komplexe Überlegungen. Oft geht es um Entwicklungen in der fernen Zukunft. Das macht die Verständigung zwischen Wissenschaft, Politik und der breiten Bevölkerung zu einer schwierigen Aufgabe...

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Von 25. bis 26. September fand im UniPark Nonntal in Salzburg der erste Kongress zu Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft statt. Die Veranstaltung wurde vom Climate Change Centre Austria (CCCA) in Kooperation mit deutschen und schweizer Partnern ausgerichtet.

Wer Informationen zu einem Problem wie dem Klimawandel vermitteln will steht vor einigen Hürden. Da sind einerseits die teilweise komplizierten Prozesse und Zusammenhänge. Andererseits werden die bereits spürbaren Auswirkungen von vielen Menschen nicht direkt mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht, man könnte auch sagen der Klimawandel sei ein unaufdringliches Thema. Mögliche Maßnahmen, um dem Klimawandel zu begegnen, werden zudem oft als Einschränkung wahrgenommen und sind deshalb nicht populär. Umso mehr, als die Maßnahmen sich erst weit in der Zukunft auswirken und nicht die heute Handelnden selbst, sondern die nächsten Generationen betreffen.
Wie aber kann Kommunikation zum Klimawandel gelingen?

Und was kann – oder soll – überhaupt das Ziel der Information sein? Geht es nur um die Wahrnehmung des Problems oder auch darum, die Politik oder die breite Bevölkerung zum Handeln zu animieren? Ist dies eine Aufgabe für die Wissenschaft, die Politik oder die Medien, oder für alle zusammen? Auf diese Fragen und viele weitere wollte die Konferenz "K3 – Kongress zu Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft" in Salzburg Antworten finden und zu einem großen Teil ist das auch gelungen.

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Thorsten Grothmann fasste das in seiner Keynote zusammen und hielt fest dass man vom Kommunizieren ins Handeln kommen müsse, denn "...reine Wissensvermittlung reicht nicht"! Der Konsens, so legt es auch die Forschung in diesem Bereich nahe, ist ohnehin überwältigend, aber für sich genommen eben nicht genug, um uns alle zu einem Umdenken und Handeln zu bewegen.

Die wesentlichen Herausforderungen liegen laut dem Kommunikationswissenschaftler Michael Brüggemann unter anderem in folgenden drei Punkten:

  • wissenschaftliche Debatte vs. öffentliche Debatte
  • Überhitzung der Debatte verhindern
  • Unterkühlung der Debatte vermeiden

Aber nicht nur darin, sondern vor allem auch im eigenen Rollenverständnis der KommunikatorInnen und in der konkreten Umsetzung kommunikativer Maßnahmen liegen die großen Herausforderungen in der Klimakommunikation. Ein gutes Beispiel lieferten die ForscherInnen von Climate Outreach anhand der Visualisierung von Themen im Bereich der Klimakommunikation.

Einfache Lösungen existieren nicht und machen auch wenig Sinn, sagt Susanne Moser in ihrem Vortrag über die gesellschaftliche Transformation. Viel eher müsse man in einer Ära vermeintlich leichter Lösungen mehr Fragen und weniger Antworten verlangen und gleichzeitig das Prinzip radikaler und authentischer Hoffnung schüren.

Alles in allem gab es viele spannende Ansätze und Denkanstöße in diesen zwei Tagen in Salzburg. Die Keynotes zum nochmal Nachsehen finden sich auf der Website des Kongresses.

Auszüge aus einem ausführlichen Interview mit Susanne Moser folgen in Kürze.

Text: Redaktion & Presseinfo


Ausgezeichnet! Lernen für die Zukunft

Die gelungensten Initiativen werden bei unserer Auszeichnungsveranstaltung am 20. November in Linz als Vorzeigeprojekte präsentiert und mit dem Titel "Bildung für nachhaltige Entwicklung - BEST OF AUSTRIA" ausgezeichnet.
Die Keynote hält der Ashoka-Fellow Johannes Lindner. Als Abschluss erwartet Sie eine humorvolle Lesung von Niki Glattauer.

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