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Buchtipp - Wie viel Erde braucht der Mensch?

© Tyrolia Verlag
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Ein behutsames Porträt von einem Flecken Erde, auf dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Aber auch das eines Menschen, der abseits von Konsum und Hektik des modernen Alltags ein genügsames aber glückliches Leben lebt.

Der Bildband Wie viel Erde braucht der Mensch? widmet sich in einem fotografischen Porträt einem Bergbauer in den Bergen Tirols. "Mit 27 Jahren ist die Ziehmutter gestorben, seither lebt er allein auf dem Kugler Hof im Tiroler Wipptal. Seit Jahrzehnten bewirtschaftet er ihn ohne fremde Hilfe, in Handarbeit, ohne Unterstützung von modernen Maschinen. Und er ist immer gern ein Bauer gewesen", so heißt es in einem einleitenden Text im Buch. Der Fotograf Wilfried F. Noisternig hat das tiroler Urgestein über viele Jahre begleitet, fotografiert und einen vom Aussterben bedrohten Beruf dokumentiert.

Jenen, die sich mit Nachhaltigkeit und ähnlichen Themen beschäftigen, stellt sich immer wieder die Frage nach dem guten Leben. Eine Frage, die dieser Bildband scheinbar beiläufig zu beantworten versucht. In stillen, medidativen Bildern und Textstücken aus Gesprächen mit dem Bauern zeichnet Wie viel Erde braucht der Mensch? ein ganz besonderes Bild der Sichtweise auf unsere Welt. Vielleicht, so scheint es, liegen Antworten auf diese Fragen irgendwo in den Tiroler Bergen und bieten eine Lektion in Genügsamkeit und Demut.

© Tyrolia Verlag

Wilfried F. Noisternig
Wie viel Erde braucht der Mensch?
Lebensspuren eines Bergbauern. Ein fotografisches Porträt

Tyrolia Verlag, Innsbruck 2017.
120 Seiten, € 34,95
ISBN-13: 978-3-7022-3573-4

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