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Das war die Jahresveranstaltung des Dekadenbüros 2011:
Welche Bedürfnisse hinter dem Titel der diesjährigen Dekadenveranstaltung stehen, verdeutlicht das Gedicht „Das Ideal“ von Kurt Tucholsky. Zur Einstimmung wurde es zu Beginn der Veranstaltung von Peter Iwaniewicz (stellvertretender Leiter der Abteilung Nachhaltige Entwicklung und Umweltförderung im Lebensministerium) sinngemäß zitiert:
Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße; mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn - aber abends zum Kino hast du´s nicht weit. (aus dem Jahr 1927) ![]() Am 18. Mai traf sich im Albert-Schweitzer-Haus ein bunt gemischtes Publikum an der Schnittstelle von Stadt, Land, Raumplanung und Bildung. Einerseits wurde der Frage nachgegangen, wie die Lebensräume Stadt und Land nachhaltig entwickelt werden können. Andererseits ging es auch darum, diesbezügliche Bildungsinitiativen sichtbar zu machen und mit den VertreterInnen solcher Initiativen ins Gespräch zu kommen. Sehen Sie hier zur Einstimmung ein kurzes Video aus der Vodcast-Reihe des FORUM Umweltbildung. Begonnen wurde zunächst damit, einen Blick auf die Entwicklungsstrategie der Stadt Wien zu werfen. Der Wiener Stadtplanungsdirektor DI Dr. Kurt Puchinger stellte die Hintergründe nachhaltiger Stadtplanung auf nationaler und internationaler Ebene vor. Im Mittelpunkt standen dabei die drei Themen Verkehrsplanung, schonender Umgang mit Ressourcen und die vielfältige und flexible Nutzung von Flächen.
Die Herausforderungen, denen sich Österreich in der Zukunft in städtischen und ländlichen Regionen stellen muss, skizzierte DI Christof Schremmer vom Österreichischen Institut für Raumplanung. Die Entwicklungsprognosen variieren stark von Region zu Region und machen unterschiedliche Maßnahmen erforderlich.
Beim letzten Input von Mag.a Yvonne Franz und Mag.a Heidrun Wurm vom Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien wurde bereits stärker auf Bildung fokussiert und somit auf den Nachmittag verwiesen. In ihrem Forschungsprojekt ging es um kreative Lösungsansätze junger StadtbewohnerInnen für nachhaltige Stadtentwicklung im persönlichen Lebensumfeld.
Das Fazit einer anschließenden Diskussion zwischen Publikum und ReferentInnen lässt sich mit dem Begriff der kooperativen Vernetzung zusammenfassen: sowohl auf institutioneller als auch auf politischer Ebene muss die Zusammenarbeit intensiviert werden, wenn Lebensräume nachhaltig entwickelt werden sollen. Auf eine Mittagspause, die von den Teilnehmenden für gegenseitigen Austausch und Vernetzung genutzt wurde, folgte eine Open Academy mit insgesamt sechs Miniworkshops. In den 30-minütigen Workshops, von denen jedeR zwei besuchen konnte, wurden erfolgreiche Bildungsansätze vorgestellt, die aufzeigen, wie man das Thema an Zielgruppen heranträgt. Unter den folgenden Links steht jeweils ein Abstract der/des WorkshopleiterIn sowie eine Zusammenfassung einer/eines TeilnehmerIn jedes Miniworkshops zum Download bereit: Regina Atzwanger, Lehrerin und Architektin, vermittelte, wie sich bereits Kinder für nachhaltige Raum-Entwicklung begeistern können. Der Landschaftsplaner Roland Dunzendorfer präsentierte neue Möglichkeiten, öffentliche Grünflächen nachhaltig zu nutzen. Agnes Pauzenberger, Regionalmanagement OÖ, stellte die Agenda 21 vor. Eva Persy, von der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22, informierte über die Nachhaltigkeitsaktionen in der Stadtverwaltung. Cosima Pilz, vom UBZ Steiermark, berichtete über Jugendbeteiligungen in ländlichen Regionen im Rahmen des CEHAPE Programms. Marlene Trummler, Universität Graz, stellte das Grazer Modell für Integrative Entwicklung vor. |