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Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Bildung: Wie kann das auf einen Nenner - Bildung für nachhaltige Entwicklung - gebracht werden? Bildung für nachhaltige Entwicklung zielt darauf ab, Menschen Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen zu vermitteln, die für die Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft, einer Zukunft notwendig sind. In der Literatur wird nachhaltige Entwicklung auch als regulative Idee bezeichnet (vgl. Martin Heinrich, Jürg Minsch, Franz Rauch, Esther Schmidt, Christian Vielhaber, 2007). Darunter wird eine Zielvorgabe für eine wünschenswerte Entwicklungsrichtung verstanden, die nicht allgemein exakt definierbar und operationalisierbar ist. (Weitere Beispiele für eine regulative Idee wären Menschenrechte oder Demokratie.)
Es geht um die Vorstellung einer lebenswerten Zukunft, die ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen begegnet. Dazu ist ein offener gesellschaftlicher Lern- und partizipativer Gestaltungsprozess notwendig, der dazu befähigt, mit Unsicherheiten und Komplexität umzugehen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist Teil einer allgemeinen Bildungsaufgabe mit der Intention, in der breiten Bevölkerung - insbesondere in der heranwachsenden Generation - zur Humanisierung der Lebensverhältnisse und zu einem verständigen Umgang mit der Lebenswelt beizutragen. Ziel der Bildung ist es, einen vitalen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft zu leisten, ohne eine "Verzweckung des Individuums" - also eine Instrumentalisierung für ein fixes Ideal - zu Grunde zu legen (vgl. de Haan in Herz et al.: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Leske & Budrich, Opladen, 2001). |