Ökoferienjob - Abenteuer mit Perspektive

Was sind Ökoferienjobs?

Arbeiten im Regenwald von Costa RicaÖkoferienjobs sind Ferienjobs oder Praktika mit einem ökologischen und nachhaltigen Hintergrund. Dabei reicht die Bandbreite vom „klassischen“ Mithelfen am Biobauernhof über die Betreuung von Schildkröten-Nistplätzen in Griechenland bis hin zu Praktika in Ökodörfern, die versuchen einen ökologisch, sozial und wirtschaftlich tragbaren – also nachhaltigen – Lebensstil praktisch umzusetzen.

Auch seitens der Wirtschaft erhalten "Green Jobs", oder auch "Ökojobs" immer mehr Bedeutung. Es ist zu erwarten, dass es in naher Zukunft neue Arbeitsstellen im ökologischen Bereich geben wird. Daher ist es auch sinnvoll, sich jetzt schon Kompetenzen in diesen Bereichen anzueignen. Einen Ökoferienjob zu machen, ist sicher ein Schritt in diese Richtung!

Unsere Homepage bietet eine Vernetzungsmöglichkeit von Unternehmen und Initiativen im "Green Job"-Bereich und jungen Menschen, die sich hier engagieren möchten. Die Angebote werden von uns jedes Frühjahr genau überprüft und aktualisiert. Es lohnt sich aber auch öfter vorbei zu schauen, wir recherchieren laufend neue Jobs und stellen sie für euch online!

Weiters bietet die Seite eine umfangreiche Suchfunktion, viele nützliche Content-Link Zusatzinformationen zur Bewerbung sowie zur rechtlichen Situation und nicht zuletzt die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen und Fotos zu posten.


Viel Erfahrung für wenig Geld

Ökoferienjobs haben viel zu bieten, auch wenn sie zumeist nicht gut bezahlt werden: Sie bieten den Hauch des Abenteuers, die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, Neues zu lernen, sich auf Unbekanntes einzulassen und den Alltag aus anderer Perspektive zu betrachten.
Auslandsangebote, bei denen man sogar etwas bezahlen muss, um "mitmachen" zu dürfen, haben wir trotzdem aufgenommen, da diese Organisationen abgesehen vom finanziellen viel bieten und die Betreuung sehr intensiv ausfällt. Das Geld der MitarbeiterInnen wird zumeist zur Unterstützung des jeweiligen Projekts verwendet.
Bei den allermeisten Angebote wird jedoch zumindest ein Taschengeld und/oder gratis Kost und Logis geboten.


Sind Ökoferienjobs dann Ausbeutung?

Manchmal taucht diese Frage auf! Wir glauben, dass ihr Erfahrungen mitnehmt, die euch weiterbringen. Ihr lernt eine neue Kultur oder Lebensweise kennen, müsst euch in einer fremden Umgebung bewähren. Oft achten auch Firmenchefs bei Einstellungsgesprächen darauf welche - auch unkonventionellen - Erfahrungen z.B. bei Sommerjobs gemacht wurden. Dass dies von Bedeutung ist und dass auch Firmenchefs bei Einstellungsgesprächen darauf achten, hat uns Frau Voglhofer im Rahmen ihrer damaligen Tätigkeit beim WIFI in der ehemaligen Ökoferienjobbroschüre schon 2003 bestätigt: Content-Link Zum Interview! Wir sind daher überzeugt, dass ihr im Austausch für eure Arbeit einen nicht materiellen Wert erhaltet, z.B. in Form von Erfahrungen und Einsichten. Unter diesem Blickwinkel – und das ist der Kern unserer Überlegungen – gibt es für Arbeit auch andere Äquivalente als Geld. Gerade in einer Gesellschaft, die dazu tendiert, alles nur in Geldwerte umzurechnen, um es so für den Markt handhabbar und verfügbar zu machen, halten wir ideelle Aspekte für sehr wichtig. Die Rückmeldungen, die wir erhalten, bestätigen uns in dieser Sichtweise.

Ob man Geld bekommt oder nicht, hängt auch von der Art des Jobs ab. Für alle in dieser Datenbank angeführten Praktika erhält man zumindest eine kleine Aufwandsentschädigung.
Bei Ferienjobs und Volantariaten gibt es in der Regel kein Geld. Ein Ferienjob darf daher kein normales Arbeitsverhältnis (z.B. eine Urlaubsvertretung) oder ein Pflicht-Praktikum sein und auch nicht in einen Knochenjob ausarten! 5-6 Stunden Mithilfe pro Tag und 1-2 freie Tage die Woche sollten bei freier Kost und Logis z.B. auf einem Bauernhof die Regel sein. Auf jeden Fall mit der/m AnbieterIn vorab darüber reden, um zu klären, ob das Ökoferienjob Angebot den persönlichen Vorstellungen entspricht, auch wenn es keine Entlohnung geben sollte!

Auch für die EU ist das Thema Praktikum und Bezahlung ein Thema und der Radiosender FM4 nahm diese Seite genauer unter die Lupe und brachte am 8.7.2010 folgenden Beitrag dazu:
Download FM4-Beitrag zu Ökoferienjobs und Ausbeutung (mp3, 3197 kB)

Nutze die Kommentarfunktion und sag uns wie du darüber denkst. Sind Ökoferienjobs ausbeuterisch und ist Geld der einzige Wert der zählt?



Alles inklusive!

Zäune reparieren, Vögel beobachten, Bäume pflanzen, Kühe melken, Kräuter ernten, Büroarbeit machen, nach Walen Ausschau halten, einen Sonnenbrand bekommen, Baumstämme vermessen, Schildkrötennester bewachen, in ungewohnten Unterkünften wie Zelten oder Wohnwägen schlafen: All das und noch viel mehr bieten Ökojobs. Jetzt liegt es an euch, die richtige Wahl zu treffen!




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