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AbsolventInnen des BINE-Lehrgangs erhalten ihr Zertifikat und das Buch „Gemeinsam forschen – gemeinsam lernen“ wird präsentiert

Jetzt ist es so weit! Am 21. November 2005 können die ersten AbsolventInnen des BINE-Lehrgangs ihr Zertifikat entgegen nehmen. Gleichzeitig wird das Buch „Gemeinsam forschen – gemeinsam lernen – Wissen, Bildung und Nachhaltige Entwicklung“ präsentiert. AutorInnen aus unterschiedlichsten Disziplinen untersuchen hier das Spannungsfeld zwischen Forschung und Bildung im gemeinsamen Lernfeld der nachhaltigen Entwicklung.


BINE-LehrgangDer erste Jahrgang des Universitätslehrgangs „Bildung für Nachhaltige Entwicklung – Innovationen in der LehrerInnenbildung“ erhält heuer das Zertifikat. Ziel des Lehrgangs war es, Perspektiven für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit zu schaffen, Kooperationen zu unterstützen und Nachhaltigkeit als Themenbereich in der LehrerInnenbildung zu verankern. Die TeilnehmerInnen am Lehrgang haben sowohl fachliche als auch didaktische Kompetenzen für die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich der LehrerInnenbildung erlangt und wurden außerdem für die Planung, Durchführung und Dokumentation von Forschungsvorhaben qualifiziert.

Im Verlauf des Lehrgangs führten die TeilnehmerInnen Initiativen im Rahmen der LehrerInnenbildung zum Themenfeld der Nachhaltigkeit durch und erforschten diese systematisch. Die Arbeit erfolgte in Teams, die aus LehrerbildnerInnen, LehrerInnen (MentorInnen für StudentInnen) und z.T. auch StudentInnen bestanden.


Die durchgeführten Projekte orientierten sich an folgenden Prinzipien:
  • Die Beteiligten nehmen aktiven Einfluss auf die Gestaltung der Projektarbeit.

  • Lernen erfolgt fächerübergreifend und nicht nur nach Disziplinen fragmentiert. An den LehrerInnenbildungsinstitutionen wird eine Kooperationskultur aufgebaut bzw. gefördert.

  • Lernen erfolgt soweit als möglich in Verbindung mit Schulen, in denen im Rahmen von Projekten zur Bildung für Nachhaltigkeit "lokales Wissen" (sowohl inhaltliches als auch Prozesswissen) generiert wird. Dazu erfolgen Kooperationen zwischen Universitäten bzw. Pädagogischen Akademien, Schulen und Gemeinden.

  • Lernen enthält eine Forschungskomponente im Sinne systematisch reflektierter Praxis (Aktionsforschung).

  • Die Konzeption der Lehrveranstaltungen an den LehrerInnenbildungsinstitutionen erfolgt unter Einbeziehung von Organisationsstrukturen und Rahmenbedingungen.

Der LehrerInnenbildung sind noch viele solch motivierte und engagierte Aus- und WeiterbildnerInnen zu wünschen.


Gemeinsam forschen – gemeinsam lernen – Wissen, Bildung und Nachhaltige Entwicklung

Gemeinsam forschen - gemeinsam lernenWas geschieht, wenn Bildungseinrichtungen und interdisziplinär universitäre Forschungsprojekte im gemeinsamen Lernfeld nachhaltiger Entwicklung kooperieren?

Im vorgestellten Buch untersuchen AutorInnen unterschiedlicher Disziplinen das Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Kulturen „Forschung“ und „Bildung“. Dieses „Netz von Differenzen“ kann ein Bild für eine entstehende inter- und transdisziplinäre Forschungskultur sein. Es sucht Antworten auf Herausforderungen für eine Gesellschaft, die sich an der regulativen Idee „Nachhaltige Entwicklung“ orientiert. Die Zusammenarbeit von Forschung und Bildung erscheint dabei als Chance für die Gestaltung einer künftigen Wissensgesellschaft. Die Leitideen dabei sind die Demokratisierung von Forschung und Bildung durch Wissensproduktion in einem gemeinsamen Problemfeld sowie die Partizipation und das gemeinsame Lernen beider Kulturen.

Um zu tragfähigen Erfahrungen über Chancen und Barrieren bei der Kooperation von unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen wie Forschung und Bildung zu kommen, wurden Projekte dokumentiert und analysiert, die die „Common Practice“ in Bildungsinstitutionen repräsentieren. Sie sind nahe bei den realen Verhältnissen angesiedelt und zeigen so alltägliche Hindernisse und Brücken besser als Musterprojekte einer „Best Practice“ Philosophie. Erfahrungsberichte und Fallstudien aus transdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekten erzählen von den Verhandlungen der unterschiedlichen Kulturen „Forschung“ und „Bildung“ aus der Perspektive von WissenschafterInnen, LehrerInnen und LehrerbildnerInnen.


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