Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Was sind direkte Landnutzungsänderungen und was haben sie mit Biokraftstoffen zu tun?

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Etwa ein Viertel des Kohlendioxids, das die Erderwärmung ausmacht, kommt nicht von der Verbrennung von Kohle, Erdöl oder Erdgas, sondern aus der Rodung von Wäldern. Nicht nur der Kohlenstoff, aus dem die Bäume bestehen, wird dabei frei, sondern auch der Kohlenstoff, der im Humus des Bodens gespeichert war.

Die Rodung von Flächen zur Biokraftstoffproduktion bezeichnet man als direkte Landnutzungsänderungen:

Wenn zum Anbau von Biokraftstoffen Wälder gerodet oder Wiesen umgeackert werden, dann gibt der Boden gleich am Anfang große Mengen Kohlenstoff ab. Es wird also im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen zunächst eine „Kohlendioxidschuld“ eingegangen, die erst im Laufe von Jahrzehnten bis Jahrhunderten durch die vergleichsweise günstigere Treibhausgasbilanz der Biokraftstoffe ausgeglichen wird. Auf solchen Flächen angebaute Biokraftstoffe tragen also auf längere Zeit einmal nicht zum Klimaschutz bei.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-18

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